Aller guten Dinge sind Drei: Neuzugang Florian Alt nimmt wieder Angriff auf den Titel in der IDM Superbike 1000, diesmal auf der Wilbers-BMW. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Wilbers-BMW Racing Team

Florian Alt ist der neue Fahrer im Wilbers-BMW-Racing Team. Die von BMW unterstütze Superbike-Mannschaft verpflichtete den erst 23-jährigen Gummersbacher, weil er trotz seines jungen Alters bereits über immense Rennsport-Erfahrung verfügt. In der IDM Superbike 1000 hat der zweifache Vizemeister noch eine Rechnung offen. „Ich möchte endlich den Superbike-IDM-Titel holen“, erklärt der 1,89 Meter große Blondschopf. „Dazu brauche ich ein Top-Motorrad mit einer entsprechenden Mannschaft“. Damit trifft er auf offene Ohren bei Technik-Chef Burkhard Stember. Er ist mit der Mannschaft in den letzten zehn Jahren dreimal „Vize“ geworden. Er sagt: „Auch wir wollen endlich den letzten Schritt machen und den Titel gewinnen! Florian ist jung und extrem motiviert.“

Alt fuhr im ADAC Mini Bike Cup, gewann den 2012 den Red Bull MotoGP Rookies Cup und er holte den Titel in der IDM bis 125 ccm. Es folgte ein kurzer Ausflug in die Moto2-WM, bevor „Flo“ sein Herz für die großvolumigen Motorräder entdeckte.
In den Jahren 2016 und 2017 wurde der Nordrhein-Westfale, der einarmige Liegestütze wie am Fließband liefern kann, Zweiter in der IDM Superbike 1000. Es folgte ein Engagement in der FIM Endurance-WM. Das bleibt auch 2020 bestehen, aber Alt will sein Programm unbedingt durch Sprintrennen in der IDM Superbike 1000 aufwerten.

Mitte März geht das neu aufgestellte Wilbers-BMW Racing Team mit Florian Alt und der BMS S 1000 RR Typ K67 nach Spanien testen. Ende April wird eine weitere Test-Session folgen, bevor die IDM Superbike 1000-Saison am zweiten Mai-Wochenende auf dem Sachsenring startet.

Eigentlich war Stammfahrer Bastien Mackels wieder im Team vorgesehen. Mit dem erfolgreichen Belgier hatte das Team noch im November Testfahrten absolviert, um sich frühzeitig auf die neue Saison 2020 vorzubereiten. Teamchef Benny Wilbers unterbreitete dem 34-Jährigen einen leistungsbezogeneren Vertrag als in den vergangenen Jahren. Mackels lehnte ihn in dieser Form ab, nahm aber auch keinen weiteren Kontakt bezüglich einer Einigung auf. Noch im Herbst des vergangenen Jahres hatte er betont, dass die Wilbers-BMW reif für den Titelgewinn sei.