Jetzt kann 2020 kommen. Das Netzwerk steht. Dion Otten dockt wieder in der IDM an und nimmt die 600er-Klasse ins Visier. Text: Anke Wieczorek, Foto: Van der Tuuk Fotografie

Bei Dion Otten wird weiter gefeiert. Für den 16-jährigen Niederländer ist noch ein Extra-Paket geschnürt. Das Team Pearle Gebben Racing gab jetzt den Aufstieg des bisherigen Supersport 300-Fahrers in die IDM Supersport 600 bekannt.

Das Team baut für mehrere Jahre auf Otten. Ziel ist der Einstieg in die Supersport-Weltmeisterschaft. In der IDM ist Otten bestens bekannt. 2018 holte er in der kleinen 300er-Klasse drei Siege und vier weitere Podestplätze. Im Titelkampf musste er sich ausgerechnet beim Heimrennen in Assen dem deutschen Konkurrenten Toni Erhard geschlagen geben.

Während Erhard auch 2019 in der IDM blieb, schaffte Vizemeister Otten den Sprung in die Supersport 300-Weltmeisterschaft. Die Saison 2019 wurde für ihn eine Berg- und Talfahrt: Top 10-Platzierungen, aber auch Pech und Verletzungen wechselten sich ab. Hinzu kam seine wachsende Körpergröße. Fazit: Otten ist in der 300er-Klasse nicht mehr richtig aufgehoben. Also nimmt er jetzt auf einer Yamaha R6 Anlauf in der 600er-Hubraumklasse. Er baut auf die IDM. Sie hat ihn schon einmal geformt, stark gemacht und fit für die WM gemacht.

Die erste Saison in der IDM Supersport 600 soll ein Lehrjahr werden. „Fortschritte zeigen“, heißt der Plan für 2020 im Team Pearle Gebben Racing, das mit der Stiftung “Stichting Race Team Drenthe (SRTD)“ aus der niederländischen Provinz Drenthe im Nordosten des Landes seit 2016 einen starken Partner an der Seite hat. Deren Vorstandsmitglied Rene Moorman sagt: „Die SRTD ist seit drei Jahren eine Brücke zwischen der Geschäftswelt und der Spitze des Motorsports. Mit Dion Otten als Fahrer aus unserer Region hoffen wir, noch mehr regionalen Ruhm zu erlangen. Es ist großartig, einen talentierten Fahrer aus der Region von Drenthe auf dem Weg in eine internationale Karriere unterstützen zu können. Wir werden alles daran setzen, das Netzwerk zu erweitern.“