Alles richtig gemacht: Jan-Ole Jähnig hat der Konkurrenz auch auf der Leih-KTM gezeigt, dass er der Beste ist. Text: Dirk Johae; Foto: Dino Eisele

Jan-Ole Jähnig setzt seine Erfolgsserie in der IDM Supersport 300 auf dem Lausitzring fort. Nach seinem Doppelerfolg auf dem Schleizer Dreieck gewinnt der 17 Jahre alte WM-Pilot auch den ersten Lauf auf dem Lausitzring. Doch im Ziel hatte der Nachwuchspilot des Freudenberg World SSP Teams nur 0,1 Sekunden Vorsprung vor dem Trainingsschnellsten Toni Erhard aus dem Kiefer Racing Team. Die Nachwuchspiloten des IDM-Wochenendes sorgen für packende elf Runden auf der 4,255 Kilometer langen Motorradstrecke.

Eine Woche vor seinem nächsten WM-Einsatz in Portugal muss Jähnig auf eine Leih-KTM zurückgreifen. Seine Einsatzmaschine ist bereits auf dem Weg zum nächsten Austragungsort in Portimao: „Wir haben hier zwar viel am Setting gearbeitet, aber es ist nicht alles wie bei meiner vertrauten Maschine“, berichtet der IDM-Vorjahreschampion. „Aber ich muss KTM danken, dass sie meinen Start hier überhaupt möglich gemacht haben.“ Dass es am Ende für den Thüringer nochmal knapp wird, liegt an den Reifen. „Mein Hinterreifen hat nachgelassen“, gibt Jähnig zu Protokoll.

Toni Erhard fehlen im Finale nur Sekundenbruchteile im Duell mit seinem Markenkollegen. Zwar verteidigt der Sachse nach dem Start zunächst seine Führung, muss die Spitze jedoch noch in der ersten Runde abgeben. „Ich habe meinen Rhythmus nicht gleich gefunden und habe dann hinter anderen Fahrer festgehangen“, schildert der 17-Jährige das Rennen. Rundenlang liefert er sich einen harten Kampf mit dem IDM-Führenden Victor Steeman (NL) und Dion Otten (NL). Durch diesen Dreikampf der Verfolger kann Jähnig seine Führung ausbauen.

Das niederländische Duell um den letzten Podiumsplatz entscheidet Dion Otten. Der 15-jährige Honda-Pilot aus Assen sprengt damit das KTM-Trio. Für Victor Steeman bleibt nur der vierte Platz. Der 18-jährige KTM-Pilot aus der Provinz Gelderland büßt dadurch in der Meisterschaftswertung sieben Punkte auf seinen Verfolger Toni Erhard ein. „Gegen Mitte des Rennens habe ich Probleme mit meiner Kupplung bekommen“, berichtet Steeman. „Am Ende konnte ich dadurch nicht mehr richtig zurückschalten und musste mich geschlagen geben.“