IDM
Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft
IDM SSP: Ein Glücksgriff für MotoLife-Chef Andreas Köder

IDM SSP: Ein Glücksgriff für MotoLife-Chef Andreas Köder

MotoLife Racing-Chef Andreas Köder (links) und seine Nachwuchstruppe. Das Konzept des Schwaben geht auf. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele

MotoLife Racing – das ist nicht nur ein Team mit vier Fahrern in den Supersportklassen, sondern auch gelebte Nachwuchsarbeit, was die Mechaniker betrifft. Chef Andreas Köder geht unkonventionelle, aber durchaus fruchtbare Wege und lässt Teenager schrauben, die es drauf haben.

Ellwangen in Baden-Württemberg. Hier betreibt Andreas Köder eine Motorradwerkstatt, spezialisiert auf schnelle Supersportler.
Und er wirbt für den Rennsport. In seinem Team MotoLife Racing fahren in diesem Jonas Kocourek und Michal Prasek in der IDM Supersport auf einer Triumph Street Triple RS. In der kleinen Nachwuchsklasse Supersport 300 starten Marvin Kreimes und Kristoffer König auf Kawasaki Ninja 400. Köder lebt den Rennsport und hat in der Berufsschule auch einen Vortrag über Motorradmechaniker gehalten, die an der Rennstrecke arbeiten. Der Grund: „In der Schule ist viel zu viel Bürokratie im Spiel.“

Die Akquise hat Früchte getragen. Tim Munz (20) und Max Wetsch (19) schrauben 2023 an den IDM-Motorrädern und mit Unterstützung Lena Haschba (14), die ein Praktikum in der Motorradwerkstatt gemacht hat und zur Mechanikerin ausgebildet werden soll. Es ist der innigste Wunsch der Schwäbin, die sagt: „Der zweite Platz von Michal Prasek in Most war mein persönliches Highlight.“ Haschba ist dem Tschechen arbeitsmäßig mit zugeteilt.

Mit der neuen Marke Triumph in der IDM Supersport stellt Köder sein Team vor keine leichte Aufgabe, da keine Daten existieren, doch er lacht: „Einfach kann ja jeder.“ Seine Philosophie, junge Leute an den Job als Rennmechaniker heranzuführen, geht immerhin auf. Und Tim Munz erzählt: „In der Schule haben sich acht Stunden manchmal wie 20 angefühlt, „auf der Rennstrecke vergeht die Zeit viel schneller und alle haben Spaß daran.“

Köder ist stolz auf den Nachwuchs: „Einen schöneren Glücksgriff konnte ich gar nicht machen. In Oschersleben haben wir bis 23 Uhr gearbeitet und dann kam ich noch mit einer neuen Idee um die Ecke. Es war spät, aber trotzdem haben alle mitgemacht.“