Gladius Cup, Langstreckenrennen, Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft: Bastian Ubl, Startnummer 21, lernt für den Erfolg die ganze Klaviatur kennen. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele

Bastian Ubl kennt im Fahrerlager jeder und jeden. Denn er ist der eine, der immer lacht, der sein Herz auf der Zunge trägt und vor lauter Energie manchmal fast das Atmen zu vergessen scheint. Im Moment hat er auch allen Grund dazu: Der 21-jährige Yamaha YZF-R6-Fahrer von Team MCA Racing hat in den ersten zwei IDM-Veranstaltungen in diesem Jahr mehr als doppelt soviele Meisterschaftspunkte eingesammelt wie im ganzen letzten Jahr.

2021 blieb es am Saisonende bei zwei Zählern. Jetzt ist die rheinische Frohnatur aus Ingelheim bereits bei fünf Punkten angelangt. Und die IDM Supersport-Saison ist gerade erst ans Laufen gekommen. „Es ist immer noch mein Ziel, in der Weltmeisterschaft zu fahren“, sagt Ubl ehrgeizig. „Ich lebe das auch. Die IDM ist kein Hobby für mich. Man muss das Leben danach ausrichten, wenn man mit den ganz Großen mitfahren will.“ Ubl hofft, dass dieses Jahr noch einige Punkte auf sein Konto kommen.
Und eigentlich steht auch noch der City-Triathlon im August in Frankfurt auf dem Kalender. Ubl will die olympische Distanz mit 1,5 km Schwimmen, 45 km Radfahren und 10 km Laufen bewältigen. Er sagt, er sei gut in Form, trotzdem denkt Ubl sogar darüber nach, seine Teilnahme vielleicht um ein Jahr zu vertagen. Dem Feinwerkmechaniker funkt nämlich beruflich die Meisterprüfung dazwischen.