Es muss schnell etwas passieren, aber Jan-Ole Jähnig hat genügend Pfiele im Köcher, um den Abstand zur Supersport-Spitze schmelzen zu lassen. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Freunde abseits der Strecke, im Rennen Konkurrenten. Max Enderlein und Jan-Ole Jähnig machen im M32 Racing-Team gemeinsame Sache. Beide sind mit Titelambitionen in die aktuelle IDM Supersport-Saison gestartet. Doch im Moment trennen die Yamaha-Fahrer Welten. Jähnig muss Abhilfe schaffen.

Max Enderlein hat bisher jedes Rennen gewonnen, vier an der Zahl. Er führt die Gesamtwertung mit 100 Punkten vor dem Österreicher Andreas Kofler an, der 40 Punkte Rückstand hat. Jan-Ole Jähnig ist Gesamt-Vierter. Direkt vor ihm rangiert mit Luca de Vleeschauwer ein absoluter Rookie in der Klasse. „Ja, prinzipiell habe ich mir das anders vorgestellt“, antwortet der 21-Jährige aus Altenburg in Thüringen auf Nachfrage und blickt zurück: „Meine Saisonvorbereitung lief nicht gut. Nach dem Sturz in Aragon konnte ich nicht weiterfahren. Schon der vorherige Crash zum Ende des letzten Jahres war nicht gerade förderlich für mich gewesen. Auf dem Lausitzring war ich deshalb noch weit weg von den Bestzeiten, in Oschersleben hat nicht mehr viel gefehlt.“
Dass er bisher nur 42 Meisterschaftspunkte geholt hat, sein Teamkollege aber bereits 100, kratzt ihn mächtig. „Das gefällt mir natürlich nicht, aber gegen Ende der Saison kommen Strecken, die mir sehr gefallen und auf denen ich auch gut bin.“

Jähnig wird sein Pfingstfest beim Supermoto-Fahrern auf dem Erzgebirgsring verbringen. Wenn die nächste IDM-Runde vom 24. bis 26. Juni 2022 in Most ausgetragen wird, sollte er auch dort zuvor einige Trainingsrunden gedreht haben. Mit wem er das macht? Natürlich mit Max Enderlein.