Neu, jung und schnell: Luca De Vleeschauwer hat in der IDM Supersport im Qualifying die erste Duftmarke gesetzt. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele

Das ist ein starkes Stück. Luca de Vleeschauwer, der als Gesamt-Dritter von der kleinen IDM Supersport 300 in die höhere Supersport-Klasse aufgestiegen ist, scheint dort nahtlos an seine Erfolge anzuknüpfen. Der Rookie vom Team Kawasaki Weber-Motos Racing, der nicht zuletzt wegen seiner 176 cm Körpergröße das Revier wechselte, versetzt die Gegner in Erstaunen.

De Vleeschauwer scheint mit dem Aufstieg in die IDM Supersport alles richtig gemacht zu haben. Rang vier im ersten Qualifying hinter Max Enderlein, Thomas Gradinger und Chris Beinlich sind eine klare Ansage an die Konkurrenz. Dabei ist für den 19-jährigen Belgier alles neu: die Klasse, das Motorrad, das Team. „Doch ich hatte gute Testmöglichkeiten“, sagt der Kawasaki-Fahrer, „obwohl es in Valencia nur geregnet hat. Aber ich habe zu Hause auch ein Trainingsbike, das genau wie mein Rennmotorrad ist.“
De Vleeschauer hat sich in der IDM einiges vorgenommen. „Wenn es möglich ist, will ich 2022 in die Top 5 der Gesamtwertung fahren. Vom Podium will ich noch nicht reden. Aber ich denke auch wiederum: Nichts ist unmöglich.“

Wo sieht sich der freundliche und sympathische Zeitgenosse in zwei Jahren? Er überlegt und lacht: „Das ist zum jetzigen Zeitpunkt eine knifflige Frage. Natürlich würde ich dann gerne in der Weltmeisterschaft fahren, aber das ist wohl der Traum von jedem Teilnehmer. Ich werde sehen, wie es für mich in der IDM abgeht und dann entscheiden. Ich habe ja noch Zeit. Ich bin noch jung.“