Daniel Kartheininger ist als zweiter Fahrer im Hertrampf-Team fix. Die Frage ist, welches Motorrad er bewegen wird. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele

Vladimir Leonov ist schon seit dem IDM-Finale in Hockenheim als Superbike-Fahrer im Team von Denis Hertrampf. Jetzt ist auch Daniel Kartheininger fix. Offen ist dagegen immer noch die Motorradmarke, auf der gestartet werden soll. Die Entscheidung ist schwieriger als gedacht.

Leonov fuhr in der Saison 2021 drei Mal aufs Podium und wurde auf der Yamaha YZF-R1M in der Meisterschaftswertung Gesamt-Vierter. Dazu kommt, dass der Russe als einziger Fahrer der Königsklasse in jedem Rennen Punkte holte. Außerdem war der 34-jährige Moskauer vom Hertrampf MO Yamaha Racing Team hinter dem führenden BMW-Trio der erfolgreichste Fahrer einer anderen Marke. Dennoch steht eine Einigung mit dem deutschen Yamaha-Importeur für 2022 aus.

Daniel Kartheininger wurde separat davon als Gastfahrer auf der Ducati V4R Panigale ins Rennen geschickt. Hertrampf wollte wissen, wie sich die rote Diva im Rennbetrieb verhält. Beim Saisonfinale fuhr Kartheininger in die Top Ten. Hertrampf hatte nicht zuletzt gehofft, mit seiner engagierten Entwicklungsarbeit die Marke Ducati zum Eintritt in den IDM-Industriepool überzeugen zu können, um mit der Panigale auch um Punkte kämpfen zu dürfen. „Ich habe zwar noch keine positive Info“, sagt der Niedersachse, aber die Hoffnung bleibt.

„Momentan habe ich mit Vladimir Leonov und Daniel Kartheininger zwei erfahrene Superbiker verpflichtet, die meiner Meinung nach ein schlagkräftiges Team bilden, aber ohne Motorrad dastehen“, fasst Hertrampf die Situation zum Jahreswechsel zusammen und erzählt: „Wir sind mit Yamaha in Kontakt, aber nicht ausschließlich. Wir müssen das richtige Motorrad finden, aber auch das Bugdet haben, um vernünftig arbeiten zu können.“