Lucy Michel geht mit TSL-Racing in die nächste Runde der IDM Supersport 300. Sie will und muss Fortschritte machen. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Neuer Team-Name, bewährte Crew. Aus der Bezeichnung ist Suzuki verschwunden, ab sofort nennt sich die Mannschaft um Chef Stefan Laux TSL-Racing, was für Team-Stefan-Laux-Racing steht. Auf dem Motorrad sitzt in der IDM Supersport 300 wie in der vergangenen Saison die Sächsin Lucy Michel. Vor zwei Wochen hat sie ihren 17. Geburtstag gefeiert.

Zwischen Laux und Michel war nicht immer alles in Butter. Die gesteckten Ziele wurden nur teilweise erreicht. Michel nahm auf der Yamaha YZF-R3 in zwölf Rennen insgesamt 18 Punkte mit. Doch Laux weiß, was in seinem 1,50 m kleinen Rennfloh steckt und investiert in die Zukunft. Dass alle Sponsoren an Bord geblieben sind, macht die Angelegenheit für den Motorradhändler im bayrischen Triefenstein leichter.

„Wir haben gemeinsam viel gelernt und umgesetzt. Wo Sonne ist, ist auch Schatten, und ab und zu regnet es auch mal“, sagt Laux über die Saison 2021 und erwähnt auch: „Lucy, aber auch ich haben einige Fehler gemacht, aber auch daraus gelernt. Deshalb können wir gestärkt in die neue Saison starten. Jetzt sind viele Testkilometer nötig, auf denen wir ein straffes Programm abarbeiten müssen.“ Laux denkt über einen zweiten Fahrer im Team nach, der beim Dateninput und bei Windschattenspielen hilfreich sein könnte. „Das muss aber alles zusammenpassen.“

Michel zieht die ersten Testfahrten sogar dem geschmückten Weihnachtsbaum zu Hause in Elterlein-Schwarzbach vor. In einer idyllischen Region, in der die Orte Tannenberg, Siebenhöfen und Dörfel heißen. Dort, im Erzgebirge, gibt es im Winter sogar noch richtig Schnee. Dennoch wird sich Michel lieber unter die spanische Sonne begeben, um Kilometer auf der Yamaha abzuspulen. Sie sagt: „Ich habe gelernt wie wichtig auch die richtige Kommunikation und Ausdrucksweise mit meinem Team ist, damit die Mechaniker schneller wissen wo es klemmt. Wir verstehen uns immer besser.“