Auch 2022 hat GERT56 zwei heiße Eisen im Feuer der IDM-Königsklasse. Julian "Puffy" Puffe (#19) und Toni Finsterbusch (#56) bleiben an Bord. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele

GERT56-Chef Karsten Wolf hat mit der FIM Endurance World Championship endgültig abgeschlossen. Die IDM Superbike 1000 ist für seine Mannschaft das neue Zuhause. Der Name GERT56 (German Endurance Racing Team) bleibt dennoch weiter im Programm, ist er doch Bestandteil der Teamgeschichte.

Bewährtes bleibt, so auch die Fahrer: Julian Puffe und Toni Finsterbusch sitzen auch 2022 im Sattel der BMW M 1000 RR. Ein drittes Motorrad geht wieder an Rico Löwe im Pro Superstock Cup.

Was passiert mit Lucy Glöckner, die kurz vor dem Saisonauftakt aus gesundheitlichen Gründen absagte, und für die der eigentliche Testfahrer Julian Puffe einsprang? Sie hat unter physischen und psychischen Symptomen von Long-COVID gelitten, weiß Karsten Wolf. Inzwischen ist die Sächsin wieder völlig genesen und auf der Rennstrecke aktiv. Die 31-Jährige wird aber kein Comeback in der IDM geben. Glöckner hat das Kapitel abgeschlossen. Sie gibt Langstrecken-Rennen den Vorrang und ist auch nicht mehr auf Einsätze auf BMW fixiert. Bei ihrem Job als Instruktorin bei den Renntrainings von Philipp Hafeneger fährt sie beispielsweise auf Yamaha.

Wolf will im Winter mit seiner Crew so schnell wie möglich zu Testfahrten aufbrechen. Er rechnet und lacht: „Rijeka bietet sich an. Das sind ja nur 1000 Kilometer Anfahrt für uns.“