Es wird auf jeden Fall Änderungen geben. Marc Moser weiß nicht, was auf ihn zukommt, spricht aber ohne Umschweife aus, dass er für alle Angebote offen ist. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

In letzter Zeit wurde viel gemunkelt über die Zukunft des Bonovo Action by MGM Racing Teams. Nach jetzigem Stand hatte das Team in Hockenheim den letzten Auftritt. Marc Moser holte im Saisonfinale in der Superbike-Klasse 16 Meisterschaftspunkte für die Mannschaft und geht 2021 als Gesamt-Neunter der Königsklasse in die Geschichte ein.
Patrick Hobelsberger, dem Meister der 600er-Klasse, gelang in Hockenheim zum Abschluss ein Doppelsieg. Sein Weg führt zurück in die Supersport-WM. Bereits heute hob der 25-jährige Bayer im Flieger von München nach Faro ab. In Portugal findet am kommenden Wochenende der nächste WM-Lauf statt. Hobelsberger hat eine Wildcard und startet auf dem Autódromo Internacional do Algarve in Portimão noch unter der Bewerbung von Bonovo Action by MGM Racing. Im nächsten Jahr wird er einen Fahrervertrag für eine komplette Saison haben. Wo, das steht noch nicht fest, aber er hat Angebote.

Bei Marc Moser sieht das anders aus. Der Auftaktsieg auf der Yamaha YZF-R1M in Oschersleben, die Pole Position in Most und ein dritter Platz in Assen, sind noch gut in Erinnerung, aber seine Zukunft ist ungewiss.

Die finale Entscheidung, was aus dem IDM-Team wird, hänge noch vom Superbike-WM-Projekt von Teameigner Michael Galinski ab, lässt Axel Adickes wissen, aber die Tendenz zeigt zu einem Rückzug. Adickes war seit 2010 Mechaniker im Team, in den letzten drei Jahren übernahm er die Leitungsfunktion. Aber auch der Cuxhavener, der im Hauptberuf Rettungssanitäter ist, will sich verabschieden – aus persönlichen Gründen. „Wir haben Highlights gesetzt“, blickt er zurück, „Matej Smrz, Jörg Teuchert, Gareth Jones, Didier Vankeymeulen, Loris Baz, Damian Cudlin, Florian und Marc Moser sind für uns gefahren. Mit Jonas Folger haben wir im vergangenen Jahr die IDM Superbike 1000 gewonnen und mit Patrick Hobelsberger ganz frisch den Supersport-Titel. Wir können mit ruhigem Gewissen die Tür zumachen.“