Stürzen, aufstehen, Krone richten, weiter machen. Dominic Schmitter hat sich aus dem Krankenhaus gemeldet. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele, Henk Teerink

Vor einer Woche schied der Schweizer Dominic Schmitter (Hess Racing) im zweiten Qualifying der IDM Superbike 1000 in Assen mit einem Sturz aus. Der bis dahin Führende in der Meisterschaft musste ins Krankenhaus transportiert werden. Weil er keine offenen Verletzungen hatte, bestand der Yamaha-Pilot darauf, erst in die Schweiz zurückkehren zu dürfen, um sich dort ärztlich versorgen zu lassen.

Nun gibt es ein Update des 27-jährigen Superbikers aus Altstätten. Er sagt: „Ich war 20 bis 30 Minuten lang bewusstlos, aber an den Sturz selbst kann ich mich erinnern. Dabei möchte ich zuerst erwähnen, dass kein anderer Fahrer daran beteiligt. Da gab es Spekulationen, aber dem war nicht so.
Der Sturz war meine eigene Schuld. Ich befand mich zu sehr in Schräglage, habe zu sehr aufgedreht und ich habe auch gemerkt, wie das Motorrad hinten weggegangen ist. Dann hat es wieder Grip gefasst. Ich wollte den Sturz noch abfangen, das hat aber nicht geklappt. Ich habe die Yamaha beim Sturz auch auf mich zukommen sehen, dann hat sie mich am Hals getroffen. Ab dort kann ich mich nicht mehr erinnern.“

Schmitter brach sich die Hüfte. „Ich darf sie zwei bis drei Monate nicht belasten und gehe an Krücken. Leider ist die Saison für mich damit beendet. Aber ich nehme das Positive mit. Als erster Schweizer habe ich diese Serie angeführt.“ Nach dem Unfall litt Schmitter auch unter Sehstörungen, aber der Zustand wird täglich besser.

Seinen Helm und die Kombi wird Schmitter wie ein Ehrenmal behandeln. „Wenn ich den Hüftprotektor auch noch drin gehabt hätte, wäre vielleicht gar nicht so viel passiert. Die meisten Rennfahrer nehmen ihn aus Beweglichkeitsgründen raus. Ich bin einer davon.“