Wie schlägt sich die Ducati V4R Panigale in der IDM Superbike 1000? Teamchef Denis Hertrampf will es wissen und erforscht das Motorrad stückweise. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Die HRT-Ducati war bei ihrem ersten Einsatz in der IDM Superbike 1000 in Assen nicht zu überhören. Ihr Auftritt am vergangenen Wochenende hielt sich aber noch in Grenzen. Teamchef Denis Hertrampf hatte im Vorfeld nicht grundlos angedeutet, dass es sich lediglich um einen Test handelte.

Die nach dem Crash bei Testfahrten in Oschersleben neu aufgebaute Ducati V4R Panigale wurde von Fahrer Daniel Kartheininger das erste Mal unter Rennbedingungen bewegt. Premiere hatten die Bremsen aus der Serienausstattung. Bisher wurde mit Material aus der Langstrecke verzögert. Im zweiten Rennen fuhr Kartheininger nach sechs Runden an die Box: Bremse heiß, kein Bremsdruck mehr.
„Diese Schwachpunkte haben wir inzwischen ausmerzen können“, erzählt Hertrampf.

Der Niedersachse ist zufrieden mit der Premiere der Panigale auf dem TT Circuit. Ein harter Konkurrenzkampf war nie das Ziel, „dafür haben wir das Fahrwerk weiterentwickeln können und Daten für die Elektronik an der Ducati gesammelt. Wir haben das Motorrad bisher in der Langstrecke eingesetzt und sind dort mit Bridgestone-Reifen gefahren statt wie in der IDM Superbike 1000 mit Pirelli. Wir werden auch unser Abgassystem noch einmal ändern. Auf dem Red Bull Ring in zwei Wochen sehen wir dann weiter.“