Der Gaststarter und WM-Fahrer Tom Booth-Amos gewann das erste Rennen der IDM Supersport 300 in Assen knapp vor Dirk Geiger. Text: Rowena Hinzmann, Foto: Dino Eisele

Das erste Rennen der IDM-Supersport 300 entschied sich auf den letzten Metern vor der Ziellinie. Als Sieger ging am Ende der Brite Tom Booth-Amos (Füsport-RT Motorsports by SKM-Kawasaki) hervor, der es gegen Kontrahent Dirk Geiger (Freudenberg KTM WorldSSP Team) jedoch alles andere als leicht hatte.

Mit einem Spitzenstart übernahm Geiger zu Beginn die Führung. Doch schon wenige Kurven später ging Gaststarter und WM-Fahrer Booth-Amos an dem Mannheimer vorbei und übernahm das Zepter. Die beiden Führenden zogen dem Verfolgerfeld davon und machten das Rennen unter sich aus. Dabei bot Geiger dem Kawasaki-Fahrer permanent die Stirn und ließ sich nicht abhängen. Vier Runden vor der Zielflagge schaffte es Geiger am Kawasaki-Fahrer vorbeizufahren, doch beim Einfahren in die letzte Schikane machte Booth-Amos den Sack zu und entschied das Rennen für sich. „Ich wusste, dass Dirk ein schneller Fahrer ist“, sagte der Brite nach dem Rennen. Es habe ihm Spaß gemacht, gegen ihn zu kämpfen.

Glücklich über den Verlauf des Rennens war auch Dirk Geiger. „Ich hatte nicht erwartet, dass ich die Geschwindigkeit bis zur letzten Runde halten kann“, sagte der aktuell in der Gesamtwertung auf Rang zwei liegende im Parc Fermé. Und weiter: „Aber wir wissen jetzt, dass wir den Speed für die WM haben.“ Für Geiger bedeutet dies weitere 25 Zähler auf dem Konto, da Booth-Amos als Gaststarter angetreten ist und nicht gewertet wird.

Als Dritter sah Marvin Siebdrath (Füsport-RT Motorsports by SKM-Kawasaki) die Zielflagge. Allerdings lief für den Kawasaki-Piloten das erste Renndrittel alles andere als nach Wunsch. Nach einem verkorksten Start wurde der Wildenfelser von Rang drei auf zehn zurückgereicht. Viele Berührungen machten ihm den Weg nach vorne schwer. „Ich merkte jedoch, dass ich in etwa gleich schnell wie Dirk und Tom fahren konnte, auch wenn die beiden bereits zu weit weg waren, um sie einzuholen“, so der 17-Jährige mit der Startnummer 94. Schließlich gelang es ihm, an die Spitze der Verfolgergruppe zu fahren und sich frei zu fahren.

Nicht unterkriegen ließ sich auch Lennox Lehmann (Freudenberg KTM WorldSSP Team). Trotz eines Katz-und-Maus-Spiels und unzähligen Überholmanövern, die ihn zwischenzeitlich bis auf Rang neun zurückfallen ließen, fuhr er am Ende auf den vierten Platz vor. Ein Ergebnis, das in seinen Augen hätte besser ausfallen können: „Ich wurde in der ersten Runde einmal weit rausgetragen und musste mich in der Verfolgergruppe wieder einfädeln, aus der ich einfach nicht wieder herauskam.“ Durch diesen Fehler habe er die Chance, aufs Podium zu kommen, verpasst.

Hinter Lehmann gingen der Schleizer Micky Winkler (Kawasaki Werber-Motos Racing) und der belgische Gaststarter Sasha De Vits durchs Ziel. Für die einzige deutsche Fahrerin Lucy Michel endete das Rennen vorzeitig durch einen Sturz übers Vorderrad.

Das zweite Rennen der IDM Supersport 300 findet am Sonntag um 13:40 Uhr statt und wird auf dem IDM-Livestream übertragen.

IDM SSP 300, Rennen 1:

  1. Tom Booth-Amos (GBR/Kawasaki)
  2. Dirk Geiger (DEU/KTM)
  3. Marvin Siebdrath (DEU/Kawasaki)
  4. Lennox Lehmann (DEU/KTM)
  5. Micky Winkler (DEU/Kawasaki)
  6. Sascha De Vits (BEL/Yamaha)
  7. Twan Smits (NLD/Yamaha)
  8. Oliver Svendsen (DNK/Yamaha)
  9. Luca De Vleeschauwer (BEL/Kawasaki)
  10. Leo Rammerstorfer (AUT/KTM)