Vom Gejagten zum Jäger: Ilya Mikhalchik muss punkten und darf sich keinen Fehler leisten, wenn er noch um den Titel mitspielen will. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Ilya Mikhalchik ist zurück. Der zweifache IDM Superbike 1000-Champion vom Team EGS-alpha-Van Zon-BMW hat wegen seines Fehlens bei der letzten Veranstaltung im tschechischen Most in der Meisterschaft zwar 42 Punkte Rückstand auf die IDM-Spitze, aber es ist nicht zu spät, die Lücke zu schließen. Auf dem Nürburgring hofft der Ukrainer auf zwei Siege.

Der 24-jährige BMW-Pilot war zuletzt seinen Verpflichtungen in der Endurance-Weltmeisterschaft nachgegangen. Dadurch rutschte er bei der zeitgleich in Most stattfindenden IDM auf den neunten Platz in der Gesamtwertung ab. Dass Mikhalchik dennoch um den Titel mitkämpfen wird, daran besteht auch bei der Konkurrenz kein Zweifel.

Sein Rückstand spornt Mikhalchik bei der Aufholjagd nur noch mehr an. Er sagt: „Ich musste in Most aussetzen, ausgerechnet auf meiner Lieblingsstrecke auf dem IDM-Kalender. Der Nürburgring ist eine deutsche Strecke und die deutschen Jungs sind zu Hause wirklich schnell. Ich bin allerdings sehr motiviert, die verlorenen Punkte aufzuholen. Ich will gewinnen. Da ich aktuell keine Meisterschaft anführe, stehe ich nicht so unter Druck wie sonst.“ Im Rahmen des Truck Grand-Prix wird in der Eifel die Kurzanbindung gefahren.

Es gibt noch zehn IDM Superbike 1000-Rennen, die zur Saison 2021 zählen. Mikhalchik ist vorbereitet und bereit: „Auf allen Strecken, die nun noch kommen, habe ich in der Vergangenheit schon gewonnen.“
Seine Teamkollegen Pepijn Bijsterbosch, Jan Mohr und Tim Eby haben im Rahmen der Holländischen Meisterschaft vor zwei Wochen an einem Event auf dem Nürburgring teilgenommen und sind auf der Strecke fit.