Die rote Diva kommt zu Gast: Denis Hertrampf schickt die Ducati Panigale V4R in der IDM Superbike 1000 an den Start. Text: Anke Wieczorek, Foto: Dino Eisele

Bei Vladimir Leonov läuft es im Hertrampf MO Yamaha Racing Team besser als gedacht. Chef Denis Hertrampf zündet nun das nächste Feuerwerk und bringt die Ducati Panigale V4R in der IDM Superbike 1000 an den Start.

Leonov holte gleich zum Saisonauftakt einen Podiumsplatz in der IDM Superbike 1000, obwohl Team und Motorrad für ihn neu waren. In Most legte der Russe nach. Er holte auf tschechischem Boden 24 weitere Meisterschaftspunkte in der Königsklasse. Im Gesamt-Klassement ist er Vierter und spielt auf der Yamaha YZF-R1M um den Titel mit. „Ich hatte mit seiner Verpflichtung gar nicht den Fokus auf einen Titelkampf gelegt, sondern eher auf die Entwicklung des Motorrads“, zeigt sich Teamchef Denis Hertrampf hoch erfreut und ergänzt: „Vladimir hat eine immense technische Begabung.“ Zur Erinnerung: Das Hertrampf-Team fuhr in den letzten Jahren mit Suzuki und muss sich jetzt komplett umstellen.

Beim nächsten Aufeinandertreffen hat der Niedersache aus Nordhorn hoffentlich noch einen anderen Clou in petto. Er lässt eine Ducati Panigale V4R an den Start rollen. Fahrer wird Daniel Kartheininger sein. Weil Ducati kein Partner des IDM-Industriepools ist, bekommt das Team, das HRT 100 heißt, aber keine Punkte. „Wunschziel ist, dass wir die Panigale im Rahmen des Truck-Grand-Prix vom 16. bis 18. Juli laufen lassen.“ Problem: Kartheininger hat die rote Diva bei Testfahrten beerdigt. Es ist einiger Aufwand nötig, um sie wieder aufzubauen. Wäre ein neues Motorrad nicht angebrachter? „Das bekommen wir nicht, denn es gibt keine mehr. Aber trotz globaler Lieferschwierigkeiten haben wir am vergangenen Samstag einen neuen Rahmen erhalten“, klärt Hertrampf auf.

Neben dem Truck-Grand-Prix stehen die IDM in Assen und das Hockenheim-Finale auf der Einsatzliste. Hockenheim aber nur, wenn der letzte Lauf zur Deutschen Langstrecken-Meisterschaft (DLM) auf dem Nürburgring gecancelt wird. Momentan steht er nämlich auf wackeligen Füßen. Wenn er durchgeführt, wird das Team HRT 100 aber auf jeden Fall dort antreten. „Das ist eine Sache der Ehre. Wir sind in der Serie fest eingeschrieben.“