Von BMW zu Yamaha und in jedem Jahr pünktlich zur Stelle: Privatiers wie Thommy Hainthaler sind die Stützpfeiler der Serie. Text und Fotos: Anke Wieczorek

Er fährt nicht an der Spitze, dennoch ist Thomas „Thommy“ Hainthaler eine feste Nummer in der IDM Superbike 1000. Privatiers wie der Münchener sind das Rückgrat der Serie.

In diesem Jahr kann er sich zwar nur zwei Veranstaltungen in der Königsklasse leisten und schwenkt ansonsten in den Pro Superstock Cup ab. Aber komplett ohne die Superbikes geht es für den Bayern nicht. Hainthaler ist auf der Yamaha YZF-R1M beim Saisonauftakt dabei, der momentan in Oschersleben stattfindet, am Start. Die nächste Ausfahrt wird auf dem Red Bull Ring sein.

Hainthaler freut sich tierisch, dass die Rennsaison begonnen hat. Für den Event auf dem Red Bull Ring, der Ende August auf dem Fahrplan steht, kommt hinzu: „Da fühle ich mich heimisch, denn die Leute reden wie ich. Außerdem bin ich in drei Stunden dort.“

Fast sein halbes Rennsportleben ist Hainthaler BMW gefahren. Jetzt ist er zu Yamaha gewechselt. „Ich wollte ein Motorrad wie Jonas Folger haben“, erzählt der 31-Jährige. „Deshalb bin ich zu seinem Teamchef Michael Galinski gegangen und habe eines bestellt. Ich habe ihm ein paar Teile gebracht wie den Rahmen, die Schwinge, den Tank. Ansonsten ist alles von ihm gekommen. Die Elektronik, die Geometrie, einfach alles ist mit der Yamaha identisch, auf der Jonas letztes Jahr Meister geworden ist.“ Dass er die BMW dafür verhökern musste, hat Hainthaler überwunden. „Ich war beim ersten Training mit der Yamaha auf dem Red Bull Ring gleich eine Sekunde schneller.“ Auf dem blauen Tank steht ein Aufkleber mit der Aufschrift „94“. Das ist die Startnummer von Jonas Folger. „Weil so viel von seinem Motorrad hier drin ist“, nickt Hainthaler und fügt schelmisch hinzu: „Außerdem werde ich immer daran erinnert, dass auf keinen Fall das Material daran schuld sein kann, wenn ich ein schlechtes Ergebnis im Rennen habe.“