"Spider"-Martin Vugrinec ist mit 22 Jahren Technischer Leiter eines Unternehmens, aber er ist vor allem ein Titelfavorit in der IDM Supersport 600. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Vugrinec, Archiv

Er ist 22 Jahre alt und sein momentaner Lebensinhalt ist der Motorsport. Damit das auch in der Zukunft so bleibt, ist IDM Supersport 600-Fahrer Martin Vugrinec Partner in einer Firma geworden, die Rennsportteile entwickelt.

“Spider”-Martin Vugrinec hat seine Saisonvorbereitung im Kasten. Seit knapp sechs Wochen ist der Yamaha YZF-R6-Pilot vom ferQuest Unior Racing Team jetzt auf Testtour, zuerst in Spanien, danach in seiner Heimat Kroatien. “Wegen mir kann die Saison sofort losgehen”, sagt der IDM Supersport 600-Vize des vergangenen Jahres. Eigentlich würde jetzt auch der geplante IDM-Auftakt auf dem Lausitzring anstehen, doch er wurde wegen der COVID-19-Probleme gecancelt. Weil die Corona-Situation in Deutschland noch immer angespannt ist, ist Vugrinec deshalb gleich zu Hause in Kroatien geblieben. Dort hat er die Möglichkeit, vom 3. bis 6. Mai noch einmal in Rijeka zu trainieren.

Stillsitzen kann Vugrinec nicht. Seit neuestem ist der umtriebige Rennfahrer Technischer Leiter von ART. Dahinter steckt die Firma Alfa Racing Technology. Sie stellt Motorradteile und Zubehör her. Ihr Ziel ist es, Technologien aus der MotoGP und Superbike-WM für alle Renn- und Straßenfahrer anbieten zu können. Die Firmensitz ist in Bayern, produziert wird in Kroatien. Der von ART gesponserte Vugrinec, der hervorragend deutsch spricht, weil er wegen des Rennsports in Bochum lebt, erklärt seinen Job so: “Ich bin bei der Entwicklung jedes einzelnen Teils dabei, vom Designen bis zum Programmieren.” Vugrinec weiß mehr über Motorräder als nur, wie man sie schnell bewegt. Er ist auch ein Techniker. Aber er betont: “Meine Priorität liegt weiter auf dem Rennfahren und dass war auch eine Voraussetzung für den Deal mit ART.” Er wird bei Bedarf zwischen Deutschland und Kroatien pendeln. Der 22-Jährige mit IDM-Titelambitionen will ein Weltmeister werden.