Volles Haus bei EGS-alpha-Van Zon-BMW. Ilya Mikhalchik blickt seinen Kollen erwartungsvoll entgegen. Sie heißen Tim Eby, Pepijn Bijsterbosch und Jan Mohr. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Ilya Mikhalchik, der 2018 und 2019 den Titel in der IDM Superbike 1000 gewonnen hat, ist im EGS-alpha-Van Zon-BMW Team erneut auf den Meisterschaftssieg angesetzt. Nun wurde das Fahrer-Team um den 24-jährigen Ukrainer erwartungsgemäß aufgerüstet. Mikhalchiks Kollegen sind Tim Eby, der bereits im vergangenen Jahr dazugehörte, sowie die Neuzugänge Pepijn Bijsterbosch und Jan Mohr.

Ilya Mikhalchik trainiert seit Monaten eisern, um den Titel 2021 wieder zurück ins Team zu holen. Dafür nutzt er auch die Erfahrungen, die er in den Kämpfen mit Jonas Folger gesammelt hat, der die Erfolgsserie des Ukrainers 2020 unterbrach. MIkhalchik will unbedingt gewinnen und sagt auch: „Natürlich bin ich hungrig nach dem zweiten Platz im letzten Jahr. Es hat mir nicht gefallen, den Titel an Jonas zu verlieren, auch wenn ich es sehr genossen habe, mit ihm zu kämpfen.“

Kollege Tim Eby hofft in der neuen Saison auf mehr Glück als zuletzt. 2020 blieb ihm nicht viel Zeit zum Fahren, nachdem er sich beim Vorsaison-Test auf dem Hockenheimring an der Hand verletzte und daraufhin die erste Veranstaltung der auf vier Events gekürzten Saison auslassen musste.
Punkte gab es für den Blumberger zwar auch im Anschluss nicht, aber eine ständige Verbesserung der Rundenzeiten in Deutschlands höchster Straßenrennportklasse. Da geht noch wesentlich mehr.

Der Österreicher Jan Mohr wechselt vom Team Hess Racing und Yamaha zu EGS-alpha-Van Zon-BMW. Seit 2018 in der Königsklasse, hat er schon einige Stationen mitgemacht, bevor nun im Erfolgsteam von Werner Daemen unterkam und wieder eine BMW bekommt, die er zwar lange nicht gefahren, aber schon vertraut ist. Ein achter Platz auf der Hess-Yamaha in Assen war das Saisonhighlight von 2020. Der 22-Jährige aus Hohenems, der 2012 seine ersten Kilometer auf Asphalt fuhr, kommt ursprünglich aus dem Motocross-Bereich.

Für Pepijn Bijsterbosch ist es eine Rückkehr „nach Hause“, hatte er doch 2015 und 2016 mit dem BMW-Team von Daemen die ersten Schritte in der IDM Superbike 1000 gemacht. 2019 beendete er die Saison auf Platz drei, was sein bisher bestes Gesamtergebnis in der Klasse ist. Der Niederländer ist eine sichere Bank für vordere Plätze. Für den immer gut gelaunten Blondschopf ist das auch das mindeste Ziel, was er sich für 2021 vorgenommen hat.