Das Gerichtsurteil ist gefällt: Paul Fröde ist Meister. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele

Paul Fröde ist der Meister in der IDM Superstock 600. Das entschied das DMSB-Berufungsgericht in Frankfurt am 10. Dezember 2020. Dem Einspruch des Konkurrenten Jan-Ole Jähnig wurde nicht stattgegeben.

Jähnig (Team Freudenberg SMC World SSP Academy, Yamaha YZF-R6) und Fröde (ADAC Sachsen e.V., Honda CBR 600 RR) waren am IDM Superstock 600-Lauf in Hockenheim am 27. 09.2020 beteiligt. Fröde legte nach dem Rennen einen Protest gegen Laufsieger Jan-Ole Jähnig ein mit der Begründung, dass an dessen Motorrad kein Reifensticker angebracht war, sondern dieser erst im Parc Ferme nachgeklebt wurde.

In den DMSB-Prädikatsbestimmungen heißt es: „Für die Klassen Superbike 1000, Supersport 600, Superstock 600 und Supersport 300 wird durch den Serienorganisator eine entsprechende sprechende Anzahl Reifensticker zur Verfügung gestellt, welche für Zeittrainings, Warm Up und Rennen (auch Re-Starts) erforderlich sind. Generell sind keine Reifensticker im freien Training sowie für Regenreifen erforderlich. Die Reifensticker sind auf der linken Seitenwand des Reifens anzubringen.“

Ferner ist folgendes geregelt:
„Missachtung zum Rennen wird erstmalig mit Rückversetzung um drei Positionen im Klassenergebnis und im Wiederholungsfall mit Wertungsausschluss bestraft.“
Aufgrund dieser eindeutigen Regeln erging durch die Sportkommissare die Entscheidung, Jähnig um drei Positionen im Rennen 1 zurückzuversetzen, was den Thüringer den Titel kostete.

Jähnig legte Berufung ein. Laut DMSB-Urteil erfolgte sie jedoch nicht form- und fristgemäß. Jähnig versäumte es laut des Deutschen Motorrad-Sportgesetzes, den Protest innerhalb einer Stunde nach Verkündung der Entscheidung bei den Sportkommissaren anzukündigen. Die Berufung wurde als unzulässig verworfen.