Der dreifache IDM-Champion Luca Grünwald blickt vorwärts. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele/IDM 2020

13 Jahre musste Kawasaki auf den Titel in der IDM Supersport 600 warten. Nun hat Luca Grünwald der Marke beschert, was zuletzt 2007 dem Franzosen Sebastien Diss gelang. Grünwald und die Grünen: das passte in diesem Jahr zusammen. Mit 25 Jahren hat der Waldkraiburger nun bereits den dritten IDM-Titel errungen. 2010 gewann er auf Seel die 125 cm³-Klasse, zwei Jahre später die Moto3-Wertung auf KTM und nun sorgte der Bayer in der IDM Supersport 600 für den Befreiungsschlag im Kawasaki Schnock Team Motorex. Viele haben sich bei Grünwald gemeldet, um ihm zu gratulieren. „Das haben schon ziemlich viele Leute mitbekommen“, freut er sich.

Wie geht es weiter? „Im Idealfall würde ich 2021 in der Supersport-Weltmeisterschaft fahren“, sagt Grünwald und schließt gleich nüchtern an: „aber wann passiert schon so etwas.“
Morgen und übermorgen (3./4. Oktober) fährt er das IDM Superbike von HPC-Power Suzuki beim Einladungsrennen im Rahmen des Sidecar-Festivals in Oschersleben. „Teamchef Denis Hertrampf hat mich angerufen und gefragt, ob ich das Motorrad fahren würde. Ich habe zugesagt. Natürlich wird das eine Umstellung, aber die Hauptsache ist, an dem Wochenende Spaß zu haben und dabei zu sein.“ Grünwald auf einem Suzuki-Superbike ist aber nichts ganz Neues. 2017 war er in der Top-Klasse schon für Suzuki Mayer am Start.

Denis Hertrampf bestätigt Grünwalds Einsatz. „Da sich Kevin Sieder beim Hockenheim-Finale verletzt hat, fällt er jetzt aus. Luca ist der adäquate Mann fürs Wochenende und komplettiert unser Team neben Daniel Kartheininger. Das ist der Hintergrund der Aktion. Mehr haben wir nicht besprochen.“