Ilya Mikhalchik #1 zum Duell mit Jonas Folger #94: "Es war gut zu sehen, dass jemand schneller sein kann als ich." Text: Anke Wieczorek; Fotos: IDM 2020

Ilya Mikhalchik steht vor neuen Aufgaben. Der Titelverteidiger vom Team EGS-Alpha-Van Zon-BMW ist vom Gejagten zum Jäger geworden. Ex-MotoGP-Fahrer Jonas Folger gewann bei seinem Superbike-Debüt in Assen beide IDM Superbike 1000-Rennen. Aber der Yamaha-Pilot von Bonovo action powered by MGM Racing bekommt nichts geschenkt

Jonas Folger:
„Mein Comeback als Fixstarter in einer Meisterschaft hätte nicht besser laufen können. Es hat von Anfang an einfach alles gepasst. Wir haben nicht lange gebraucht, um uns auf die Strecke in Assen einzuschießen. Ein vorheriger Test war natürlich eine Hilfe. Weil ich nach den Qualifyings von der Pole Position starten konnte, waren die Erwartungen für die Rennen besonders hoch. Alles andere als zweimal ganz oben auf dem Treppchen zu stehen, wäre ein wenig enttäuschend gewesen. Aber die zwei Rennsiege sind mir nicht in den Schoß gelegt worden. Es gibt mehrere sehr starke Gegner, vom Level einiger Fahrer bin ich wirklich überrascht worden. Es ist jedenfalls gut, dass die Konkurrenz generell auf einem sehr hohen Niveau ist. Darüber bin ich unglaublich froh, weil mich das selbst auf den nächsten Level bringt.“

Ilya Mikhalchik:
„Ich konnte an diesem Wochenende nicht gewinnen, aber es war trotzdem ein guter Moment für mich selbst. Es war gut zu sehen, dass jemand schneller sein kann als ich. Daran kann ich wachsen. Ich bin glücklich mit den beiden zweiten Plätzen. Das sind zwar nicht die vollen Punkte für die Meisterschaft, aber es sind sehr wichtige Punkte. Ich war sehr froh, dass ich mich so weit von meinen den Nächstplatzierten absetzen konnte und so dicht an Jonas dran geblieben bin. Das bedeutet, dass wir beide auf einem sehr hohen Niveau fahren. Das motiviert mich und gibt mir den nötigen Ansporn, es beim nächsten Rennen wieder zu versuchen.“