Kevin Rousseau hängt sich bei Tim Reeves mächtig rein. Die britisch-französische Kooperation auf drei Rädern funktioniert. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Bonovo action by MGM Racing, Dino Eisele/IDM 2020

Das Team Bonovo Action by MGM Racing hat nicht nur den achtfachen Sidecar-Weltmeister Tim Reeves verpflichtet, sondern die Erfolgsgarantie in der IDM Sidecar 600 gleich mit. Mit einem Vorsprung von 0,791 Minuten auf seine Verfolger machte der Brite im ersten Qualifying der Konkurrenz eine klare Ansage. Trotzdem ließ sich auch Markus Schlosser auf dem TT-Kurs nicht lumpen. Er bleibt im Windschatten.

Dem Schweizer folgen die weiteren Bonovo-Teams. Bennie Streuer qualifizierte sich mit der drittschnellsten Zeit. Er pflegt übrigens eine enge Freundschaft zu Tim Reeves, der sich derzeit länger in Holland aufhält, weil er dort privat verbandelt ist.
Dass sich Josef Sattler für den erst 17-jährigen Luca Schmidt als Beifahrer entschieden hat, hat sich bisher als Volltreffer erwiesen. Mit dem Nachwuchstalent im Boot raste der Bayer auf die vierte Position in der Zeitenliste und blieb nicht einmal eine halbe Sekunde hinter Streuer.

In der 1000 cm³-Klasse kam Mike Roscher am besten in Fahrt. Die hubraumstarke Liga hat sich stark verändert. Die letztjährigen Sieger Andres Nussbaum/Michael Hirschi haben aufgehört, ebenso John Smits. Peter Schröder hat nach seinem schweren Unfall noch nicht die alte Form zurück erlangt. Er wird mit Denise Kartheininger noch als Gastfahrer beim Cup-Rennen antreten. Die IDM ist ihm derzeit eine Nummer zu groß. Andererseits sind ganz neue Teams am Start, welche die Klasse am Leben erhalten. Sie kommen überwiegend aus der Sidecar-Trophy.

1. Tim Reeves (GB)/Kevin Rousseau (F), Adolf RS Yamaha, 1:46,096 min
2. Markus Schlosser (CH)/ Marcel Fries (CH), LCR Yamaha, 1:46,887 min
3. Bennie Streuer (NL)/Ilse de Haas (NL), Yamaha, 1:47,342 min

1. Mike Roscher (D)/Anna Burkard (CH), LCR BMW 1:50,627 min
2. Max Zimmermann (D)/Ferry Seegers (NL), LCR Suzuki 1:54,390 min
3. Franz Kapeller (A)/Markus Billich (A), RSR Suzuki, 1:54,928 min