Noch schneller, noch besser: Ilya Mikhalchik hat in Assen die ersten Testkilometer auf der Superbike-BMW abgespult. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Henk Teerink

Ilya Mikhalchik zieht wieder am Kabel. Das erste Rennen hat der zweifache IDM Superbike 1000-Gewinner schon gewonnen. Der ukrainische Starpilot vom EGS-alpha-Van Zon-BMW-Team siegte mit respektablem Vorsprung im niederländischen OW-Cup in Assen, der nationalen Meisterschaft. Und der gebürtige Osteuropäer hat sich vorübergehend für Belgien als Wahlheimat in Mitteleuropa entschieden und ist damit in die Nähe seines Teamchefs Werner Daemen gezogen.

Ilya Mikhalchik entgeht durch seinen Wohnsitz in Belgien vielen Problemen mit den Reiseeinschränkungen auf Grund der Corona-Pandemie. Muss er bei der Rückreise in Quarantäne oder umgekehrt? Die Frage stellt sich jetzt nicht mehr. Der Ukrainer ist da. Er holte sich mit einer Rundenzeit von 1:41,158 min auch gleich die Pole Position auf dem TT-Circuit in Assen und anschließend auch den Rennsieg. Als Gastfahrer bekam er jedoch keine Punkte.

Das war Mikhalchik eigentlich gar nicht so wichtig. Der 24-Jährige wollte in erster Linie seine BMW S 1000 RR testen. Dass daraus ein paar schnelle Runden wurden und ein Laufsieg heraussprang, war umso besser. Das durchwachsene Wetter hinderte Mikhalchik nicht daran, seine Rundenzeit im Vergleich zum letztjährigen IDM-Rennen in Assen, das er auch gewonnen hatte, zu verbessern. Zweiter wurde Pepijn Bijsterbosch, den Mikhalchik demnächst auch bei der IDM wiedertrifft.

Mikhalchik glaubt für den Schritt in die Superbike-WM reif zu sein. „Ich bleibe bis zum Jahresende hier in Mitteleuropa“, lässt er wissen. „Wenn ich die Chance bekäme, jetzt in der WM zu fahren, würde ich mit Sicherheit einen guten Kampf abliefern.“ Mikhalchik wird nichts unversucht lassen.