Im BMW Motorrad World Endurance Team tummeln sich mit Markus Reiterberger und Ilya Mikhalchik die erfolgreichsten Fahrer, die aus der IDM Superbike 1000 hervorgegangen sind. Test-Vortritt hatte trotzdem Teamkollege Kenny Foray. Text: Anke Wieczorek; Foto: BMW Motorrad

Die Corona-Pandemie hat die Welt lange genug in Atem gehalten und für jede Menge Kontaktbeschränkungen gesorgt. Infolge der ersten Lockerungen hat das BMW Motorrad World Endurance Team die Chance ergriffen, um diverse neue Teile für die S 1000 RR zu testen. Eine kleine, aber feine Crew machte sich auf dem Circuit Zolder in Belgien an die Arbeit. Stammfahrer Kenny Foray reiste aus Frankreich an, um sich nach drei langen Monaten wieder aufs Motorrad zu setzen. Der Ausflug war kein richtiger Langstreckentest, aber trotzdem eine wichtige Vorbereitung auf das 24-Runden-Rennen in Le Mans. Der Klassiker auf dem Bugatti Circuit in Frankreich wird am 29./30. August 2020 stattfinden.

Der dreifache IDM Superbike 1000-Champion Markus Reiterberger (2013, 2015, 2017) und der momentane IDM Superbike 1000-Titelverteidiger Ilya Mikhalchik waren nicht in Zolder. „Ilya kommt bis zum 1. Juli nicht über die Grenze“, erklärt Teamchef Werner Daemen das Fehlen des Ukrainers, „und für Markus wäre der Weg zu weit gewesen, um die anfallenden Aufgaben zu erledigen.“ Beide IDM-Sieger werden aber auf jeden Fall in Le Mans fahren.

Die Techniker rund um Werner Daemen hatten drei neue Motoren aufgebaut und Foray musste laut Daemen ohnehin nach Zolder kommen, um ein paar Tests mit den Dunlop-Reifen zu machen, die er auch in der Französischen Meisterschaft benutzt. Ansonsten beschäftigte er sich mit dem Einfahren von Bremsscheiben. „Er ist damit zwei Runden gefahren. Als nächstes ist er mit neuen Reifen raus, eine Runde gefahren und wieder zurück in die Box“, schildert Daemen den Ablauf.

Ein großer offizieller Test ist Mitte Juli in Le Mans geplant, dann mit allen Fahrern und laut Daemen auch mit erhöhter Geschwindigkeit.