Ganz schön schräg: Max Enderlein kniet sich tief rein und machte mit Topzeiten klar, wer der Chef im Ring ist. Text: Anke Wieczorek, Foto: Dino Eisele

Max Enderlein hat einen Plan: Alle Rennen fahren und den Titel verteidigen. Für den Hohenstein-Ernstthaler aus dem Freudenberg Racing Team geht es los wie geschmiert. Als Einziger in der IDM Supersport 600 schaffte der Yamaha-Pilot in der Qualifikation eine 1:42er Minutenzeit. Das bedeutete die Pole Position. Student Enderlein absolviert gerade sein Praktikum bei Porsche in Leipzig. Für die IDM-Runden in Zolder und Oschersleben wurde ihm auch schon Urlaub genehmigt, alle anderen Termine sind noch offen. Doch Enderlein hofft, dass der Arbeitgeber mitspielt. Vor dem IDM-Start hat er in Brünn und Most trainiert. „Es läuft alles super. Ich kenne mein Motorrad gut. Wir haben jetzt nur noch Kleinigkeiten wie die Federung der Gabel verstellt.“ Enderlein hat sich auch erstmals mit dem Einsatz der Motorbremse angefreundet. „Das war bisher noch kein Thema bei uns.“

Markenkollege Sander Kroeze qualifizierte sich mit Respektabstand für den Platz neben Enderlein. Drittschnellster in der Zeitenliste ist Tom Toparis aus Australien, ebenfalls Yamaha-Fahrer. In der zweiten Startreihe nehmen Martin Vugrinec, Dennis Lippert und Wayne Tessels Aufstellung. Sie fuhren alle 1:44er-Zeiten. Das Gleiche gilt für die dritte Reihe für Daniel Rubin, Gabriel Noderer und Marc Buchner. Noderer war auf der Kawasaki im Training zwei Mal übers Vorderrad gestürzt. Dass Yamaha-Mann Buchner in der dritten Reihe steht, hat auch seinen Grund. Er hat eine heftige Erkältung hinter sich und ist noch nicht wieder fit. „Mir fehlt einfach die Kraft. Letztes Jahr bin ich hier eine 1:42er-Zeit gefahren wie Max Enderlein“, gab er sich enttäuscht geschlagen.