Das Leben ist schön: Ilya Mikhalchik ist der Auftaktsieger in Deutschlands höchster Klasse im Motorradstraßenrennsport. Text: Anke Wieczorek, Foto: Dino Eisele

16 Runden Hochspannung waren angesetzt, am Ende wurden es nicht ganz so viele. Der Lauf wurde wegen eines Motorschadens in der Yamaha von Marc Moser mit der roten Flagge abgebrochen und musste nach einer Streckenreinigung neu gestartet werden. Die Neuauflage über neun Runden gewann Ilya Mikhalchik vor seinem alpha Racing-Van Zon-BMW-Kollegen Julian Puffe und IDM-Rückkehrer Erwan Nigon (Kawasaki).

Mikhalchik konnte sich wieder freuen. Der 22-jährige hat sogar versprochen, bei einem Doppelsieg sogar ein Bier zu trinken. Der Anfang ist gemacht. Nach der Eroberung der Pole Position mit einem Vorsprung von 0,011 Sekunden sahnte der Titelverteidiger im ersten Lauf die volle Punktzahl ab. Vor allem hielt er Julian Puffe hinter sich, der momentan sein größter Konkurrent zu sein scheint. Die Teamkollegen rücken als einzige BMW-Fahrer im Feld schon mit der nagelneuen S 1000 RR aus. Im wam-up war es bei Puffe aber überhaupt nicht nach Plan gelaufen. Der Gangsensor funktionierte nicht und er konnte auch keinen Startversuch probieren.

Mikahlchik machte sein Ding im Rennen an der Spitze alleine. Zwischen Puffe, Nigon, Ricardo Brink (Yamaha), Toni Finsterbusch (Suzuki) und Alessandro Polita (Honda) ging es mehr oder weniger eng zu. Dass Nigon mit er einzigen grünen Kawasaki im Feld aufs Podium fuhr, war ein Befreiungsschlag für die Marke. Nigon, vor sieben Jahren IDM Superbike-Champion und danach in der Langstrecken-WM am Start, hat nichts von seiner Schnelligkeit auf der Kurzstrecke eingebüßt. Kawasaki kann das nach einer große Durststrecke gut gebrauchen.

Maximilian Weihe (Yamaha), der als Aufsteiger aus dem Suzuki GSX-R Cup sein erstes IDM Superbike 1000-Rennen fuhr und sich überraschend als Fünftschnellster qualifiziert hatte, schied nach sieben Runden aus. Daniel Kartheininger (Suzuki) war schon nach zwei Runden nicht dabei.