Ein Mann, ein Wort: Jeremy McWilliams ist auch lange nach seiner GP-Karriere ein hartgesottener Racer und mischt sich als Beobachter unter die IDM-Zuschauer. Text: Anke Wieczorek; Foto: KTM

Das lässt er sich nicht nehmen. Wenn Jeremy McWilliams auf dem Weg zu den nächsten Testfahrten mit KTM unterwegs ist, biegt er vorher zur IDM auf den Lausitzring ab. Er ist rennverrückt wie früher. Dem ehemaligen Grand-Prix-Fahrer gelang mit dem Sieg in der 250 cm³-Klasse beim Assen-GP 2001 sein größter Erfolg. 1993 gab der Nordire beim GP von Australien sein Debüt in der 500 cm³-Klasse.

Mittlerweile ist Jeremy McWilliams 55 Jahre alt. Man muss ihn nicht zwei Mal bitten, auch jetzt noch auf ein Motorrad zu steigen. Vor allem ist er auch immer noch wettbewerbsfähig, was seine neu gefundene Road-Racing-Leidenschaft eindrucksvoll beweist. Zudem ist er seit über zehn Jahren als Markenbotschafter und Entwicklungsfahrer von KTM ein hoch geschätztes und wichtiges Rädchen im Getriebe der Marke aus Österreich.

Was bedeutet sein Abstecher auf den Lausitzring? „Ich werde am Sonntag in Berlin auf dem Flughafen landen und am Mittag auf dem Ring sein. Die IDM hat einen guten Ruf, ich will mir die Rennen ansehen. Außerdem kann ich KTM und WP Suspension im Marketing unterstützen“, spricht der Profi.

Ganz nebenbei: McWilliams hat es auch auf die Filmleinwand geschafft – als Bösewicht mit hartem Blick in einer Nebenrolle im Film „Under the Skin“ mit Scarlett Johansson.