Die "77" greift an. Mit Tim Reeves gibt sich einer der aktuell besten Sidecar-Fahrer der Welt die Ehre in der IDM. Text: Anke Wieczorek, Fotos: Reeves

Die Gerüchteküche hat gekocht, aber offiziell war nichts. Nun ist die Einschreibung fix und die IDM Sidecar um eine große Nummer bereichert. Tim Reeves, der siebenfache Weltmeister, TT-Sieger und sechsfache Britische Meister startet bei allen IDM-Rennen.

Reeves wird absolutes Neuland betreten. Es wird auf jeden Fall spannend. „Ich weiß nichts über die IDM“, sagt der 46-Jährige aus Tenderden in Kent und fügt hinzu: „nächste Woche werde ich herausfinden, was gut an ihr ist.“

In der Weltmeisterschaft liegt Tim Reeves nach dem Saisonauftakt hinter Pekka Päivärinta und vor Markus Schlosser auf dem zweiten Platz im Gesamtklassement. Die Pausen zwischen den WM-Starts sind lang. Die IDM bot sich als weitere Bühne zum Rennfahren an. Bisher machten die meisten WM-Fahrer einen Abstecher in die Britische Superbike Serie (BSB), doch deren Rennen überschneiden sich in diesem Jahr mit der WM. Die IDM ist dagegen für weitere Rennen geradezu prädestiniert. Hinzu kommt, dass Reeves deutscher Sponsor Wert darauf legt, dass auch in Deutschland aufgetreten wird.

Reeves und sein Landsmann Mark Wilkes starten im Adolf RS F1 Yamaha-Gespann. Das Chassis kommt von der Firma Adolf Präzisionsteile aus dem oberbayrischen Wartenberg. Genau wie das, mit dem Josef Sattler/Uwe Neubert im vergangenen Jahr den IDM-Titel holten. Und die deutsche Sidecar-Ikone Rolf Steinhauen ist auch beratend zur Stelle. Was hat Reeves vor? „Ich hoffe die IDM zu gewinnen, aber ich bin mir sicher, dass es mir Bennie Streuer/Kevin Rousseau und Markus Schlosser/Marcel Fries schwer machen.“