Keine IDM ohne Stefan Kerschbaumer. Er drängte sich in Zolder zwischen die BMW-Armada an der Spitze und ist einer der wenigen Fahrer, denen das 2018 gelang. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele, GERT56

Der Österreicher Stefan „Steff“ Kerschbaumer hat genau wie sein letztjähriger Teamkollege Manuel Schoewer für ein weiteres Jahr beim Team MPB Racing einen Fahrervertrag für die IDM Superbike 1000 unterschrieben. Wie gehabt geht es auf Yamaha weiter, mit einer Änderung: das Team wird jetzt direkt vom Hersteller unterstützt.

Kerschbaumer wurde 2018 Gesamt-Fünfter in der Meisterschaft. Hätte er sich nicht für die zwei Einsätze in der Langstrecken-WM, die sich mit IDM-Läufen überschnitten, entschieden, wäre das Resultat vermutlich besser ausgefallen. Nur sechs Punkte trennten Kerschbaumer trennten Steirer in der Endabrechnung vom Vierten Dominic Schmitter (Suzuki), der als bester Nicht-BMW-Pilot in die Geschichte einging. 2019 dreht sich für Kerschbaumer alles um die komplette IDM.

Die Endurance-WM fällt für den 29-jährigen aus Graz trotzdem nicht flach. Er geht für das German Endurance Racing Team (GERT56) an den Start, fährt dort aber BMW. Technisch und fahrerisch hat sich eine rein deutschsprachige Kombination zusammen gefunden.
An Bord ist auch Julian Puffe, letztjähriger IDM-Dritter in der Superbike-Klasse. Im Gegensatz zur IDM machen Kerschbaumer und Puffe hier gemeinsame Sache. Es funktioniert. Sie sind Laufsieger in der Superstock-Wertung innerhalb der Endurance-WM.

Angedockt hat auch die wieder genesene Lucy Glöckner. Ob es für sie eine IDM-Zukunft gibt, ist nicht bekannt. Weitere Endurance-Piloten bei GERT56 sind Rico Löwe und Ex-IDM-Superbiker Filip Altendorfer. Motorrad wird das „alte“ Modell K46 sein. Da Stabilität steht an oberster Stelle. Laut Teamaussage kann man sich bei drei Rennen in 60 Tagen (Le Mans, Slowakei, Oscherleben) keine Experimente leisten. Erst danach ist der Umstieg auf das neue Modell ein Thema.