Gut Ding will Weile haben: Teamchef Emil Weber ist in die Verlängerung gegangen und hofft auf "The Farmer" Danny de Boer. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Teamchef Emil Weber hatte sich mit dem letzten Tag im November eine genaue Frist gesetzt für seine Pläne 2019. Ob er bis dahin alles geregelt hat oder nicht. Die Deadline ist verstrichen, Verträge hat der Kawasaki-Team-Besitzer aus der Schweiz nicht. Auch noch keinen fixen Fahrer. „Aber es sieht gut aus und ich kann jetzt schon sagen, dass wir nächstes Jahr wieder mit einem Superbike-Team und der Kawasaki ZX-10R in der IDM am Start sind“, hat sich Weber trotz allem entschieden. „Wir wollen weiterhin in der Serie vertreten sein und haben gute Ideen.“ Um Unterstützung ist bei Kawasaki Deutschland angefragt. Es gibt Verhandlungen, die auch von Kawasaki-Manager Carsten Haufe bestätigt werden. Er sagt: „Es geht um budgetpolitische Entscheidungen. Alles ist noch ein großes Puzzle, bestimmte Steine fehlen noch.“

In Emil Weber brennt der Rennsportfunke. „Kommerziell bringt mir das Team in der Schweiz wenig, aber ich möchte mich duellieren. Zwar gewinnt derzeit bei Sonne wie auch bei Regen eine BMW, aber es gab auch Zeiten, in denen es nicht so war. Das spornt an. Das Niveau in der ganzen Meisterschaft ist hoch. Man sieht es am 2017er Supersport 600-Meister Thomas Gradinger, der sofort in der Weltmeisterschaft mithalten kann.“
Webers Wunschfahrer für die IDM Superbike 1000 bleibt „The Farmer“ Danny de Boer. Der Niederländer war 2018 ins Team gekommen, nachdem es sich vom Franzosen Mathieu Gines verabschiedet hatte.