So feiern Sieger: Ilya Mikhalchik wird voraussichtlich auch 2019 in der IDM Superbike 1000 bleiben und hängt die Messlatte hoch. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele

Der letzte Saisonlauf zur IDM Superbike 1000 bescherte den Fans ein komplettes BMW-Podium. Der als Meister fest stehende Ilya Mikhalchik gewann das Rennen vor Bastien Mackels und Julian Puffe. BMW verabschiedete sich nach neun Jahren gleichzeitig von der BMW S 1000 RR. 2019 geht ein neues Modell an den Start.

Mikhalchik war wie ausgewechselt. Mit dem Erringen des Meistertitels in Deutschlands höchster Klasse im Motorradstraßenrennsport schien vom 22-jährigen Ukrainer ein Ballast abgefallen zu sein. Statt der bekannten versteinerten Miene zog sich ein breites Grinsen über sein Gesicht. Und in der Auslaufrunde entpuppte sich Champion als echter Showmaster, trieb das Publikum zu stehenden Ovationen an und ließ sich feiern. Mikhalchik tauchte ein in einen Strudel voller Emotionen, schenkte den Fans einen Burnout und fuhr auf den Rasten stehend aufrecht durchs Motodrom. Er ist ein wahrer Sieger und ein noch stolzerer Ukrainer. Mit Nationalflagge und Hand auf der Brust ließ er die Podiumszeremonie über sich ergehen.

Bühnenmoderator Edgar „Eddie“ Mielke leierte BMW-Teamchef Benny Wilbers noch eine weitere Woche mit dem BMW M4 für seinen Fahrer Bastien Mackels aus dem Kreuz. Mackels hatte das Auto in Assen als Belohnung für seinen Sieg vom Saisonauftakt bekommen. Die Leihdauer wird nun verlängert.
Julian Puffe, der Dritter wurde, war einfach nur glücklich. Nach seinem kapitalen Sturz im Qualifying hatten seine Mechaniker eine Nachtschicht einlegen dürfen. Puffe revanchierte sich nun und überholte auf dem Weg zum Podest in der letzten Runde noch Florian Alt. „Ich habe ihn beim Anbremsen in der Spitzkehre geknackt.“

Alt brachte seine Yamaha YZF R1M als Vierter ins Ziel und war somit bester Nicht-BMW-Fahrer. Bester Suzuki-Treiber wurde Toni Finsterbusch auf dem fünften Platz. Die schnellste Honda kam auf Platz sieben unter Alessandro Polita ins Ziel. Keine Zielankunft gab es für Kawasaki. Danny de Boer war wegen technischer Probleme in keiner der beiden Rennen aus der Box gefahren. Jan Halbich stürzte wegen eines gebrochenen Kettenrads.