Josef Sattler/Uwe Neubert auf Adolf RS1 F1 BMW: kaum Training, um für das erste Rennen die Kräfte zu sparen. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele

Josef Sattler ist krank. Sogar richtig krank. Gliederschmerzen, geschwollene Augen, verschnupfte Nase, Mütze auf dem Kopf. Den Führenden in der IDM Sidecar hat es richtig erwischt. Der Bayer ist mit einer heftigen Grippe zum Meisterschaftsfinale gereist. Im freien Training am gestrigen Freitag fuhr er nur drei Runden, die erste Qualifikation ließ er aus. Ein Risiko, worüber er sich zunächst wohl gar nicht im Klaren war. Denn er muss mindestens drei Runden gefahren sein, damit er überhaupt zu den Rennen zugelassen ist. Ihm stand jetzt nur noch das zweite Qualifying zur Verfügung. Was, wenn dort am Anfang ein technischer Defekt auftritt? Aber alles ging glatt.

Sattler ging mit seinem Beifahrer Uwe Neubert im Adolf RS1 F1 BMW-Gespann für genau drei Runden auf die Piste, knallte eine 1:32,597 min-Zeit in den Asphalt und qualifizierte sich für den zweiten Startplatz. Schneller waren nur André Kretzer/Björn Bosch (LCR F1 Suzuki), die 0,467 Sekunden schneller waren.

Vom dritten Platz gehen Bennie Streuer/Gerard Daalhuizen (LCR F1 Suzuki) ins Rennen. Die Niederländer können Sattler auf dem Weg zum Titel noch ausbremsen. Zwanzig Punkte liegen zwischen den beiden Teams. Einerseits ist das beruhigend für Sattler, andererseits ist er momentan alles andere als locker. „Wir müssen heute so viel Punkte wie möglich holen.“ Im Team hoffen alle, dass Sattler gesundheitlich durchhält. Um 16:20 Uhr wird heute das erste Rennen in der IDM Sidecar ausgetragen. Streuer hofft auch – nämlich dass er als Titelverteidiger weit vor Sattler ins Ziel kommt und er damit seine Chancen wahren kann.