Das Warten hat ein Ende. Für alle Beteiligten ist jetzt klar, dass die Meisterschaft zum Saisonende entschieden wird und nicht später am grünen Tisch. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Nun steht es Schwarz auf Weiß fest: Josef Sattler und sein Beifahrer Uwe Neubert wird der Sonntags-Sieg von Zolder definitiv nicht anerkannt. Er war schon bei der Veranstaltung in Belgien gestrichen worden, da die Nockenwellen am Adolf RS1 F1 BMW-Gespanns bei der technischen Kontrolle beanstandet wurden. Sattler ging gegen den Bescheid beim DMSB-Sportgericht in Frankfurt/Main in Berufung. Jetzt erfolgte das endgültige Urteil.

Sattler nimmt Stellung: „Die 25 Punkte in der IDM Sidecar sind weg. Ich hätte aber nochmals Geld in einen Gutachter investieren müssen. Ohne Gutachten hätten wir keinen Beweis erbringen können, dass alles stimmt. Wir sind in der Beweispflicht. Und wenn etwas nicht ausdrücklich beschrieben ist, ist es nicht erlaubt. Es wäre ein ewiges Hin und Her geworden. Die ganze Angelegenheit hat mich jetzt schon viel Geld gekostet. Damit hätte ich ein Rennwochenende bestreiten können.“

Für viele Teams war Sattler zu Recht disqualifiziert worden. Sie hatten kein anderes Urteil erwartet. Über Sieg und Niederlage wird nun auf der Rennstrecke entschieden. Die Titelverteidiger Bennie Streuer/Gerard Daalhuizen führen die IDM Sidecar-Wertung mit 30 Punkten Vorsprung vor Sattler/Neubert an, gefolgt von André Kretzer/Björn Bosch, die 120 Zähler angehäuft haben. Auf dem vierten Platz ist das deutsch-schweizerische Team mit Mike Roscher/Anna Burkard mit 98 Punkten.

Das Prekäre an der Situation ist, dass Streuer bei der IDM in Assen nicht am Start sein wird. Seine Sponsoren haben ihn zur gleichen Zeit für den WM-Lauf in Rijeka verpflichtet. Der Niederländer wird also seinen Vorsprung verlieren. Bei ihm nachgefragt, antwortet Streuer: „Wenn Kretzer diesmal beide Rennen gewinnen würde, wäre das nicht schlecht für uns, oder?“ Die Titelentscheidung fällt auf jeden Fall erst beim Finale in Hockenheim.