Schaffen Sattler/Neubert noch den Sprung an die Tabellenspitze? Bennie Streuer/Gerard Daalhuizen halten dagegen, aber der Vorsprung schrumpft. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Volle Punktzahl, blendendes Wetter. Für Josef Sattler/Uwe Neubert (Sattler Motorsport, Adolf RS1 F1 BMW) ging das Wochenende auf dem Schleizer Dreieck in Ordnung. Das Team bremste sich gegenseitig mit Titelverteidiger Bennie Streuer/Gerard Daalhuizen (Team Streuer-Daalhuizen, LCR F1 Suzuki) aus. „Wo wir mit den Reifen am besten gewesen wären, haben wir aber angestanden“, erzählt Sattler. Einmal driftete der Bayer neben die Strecke. Und meinte anerkennend: „Bennie hat aus den Kurven super rausbeschleunigt.“ Für den Niederländer blieb dennoch nur der zweite Platz. „Das war ein hartes Rennen. Ich habe alles gemacht, was ich konnte.“

André Kretzer/Björn Bosch (AKW-Kretzer-Racing, LCR F1 Suzuki) hätten sich lieber weiter vorne gesehen als auf der dritten Position, „aber ich habe am Anfang einen Fehler gemacht. Ich bin zu weit rausgekommen, da waren die anderen weg. Aber die Fans, die sind eine Wucht. Sie haben uns alle gefeiert.“

Mike Roscher/Anna Burkard (RSC-Racing Roscher-Burkard-Penz13, LCR F1 BMW) sorgten für die größte Spannung im Sidecar-Feld, das sich nach dem Start schnell auseinander gezogen hatte. Die deutsch-schweizerische Paarung kämpfte sich von der sechsten Position nach der ersten Runde auf Rang vier nach vorn.

Aktuelle Information zum schweren Sidecar-Unfall im freien Training am Freitag. Patrick Baers Beifahrer Roman Gröbner erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma und mehrere Brüche am Oberkörper. Er wird im Krankenhaus zur Erholung der Organe im künstlichen Koma gehalten. Sein Zustand ist stabil. Der 48-jährige Bayer ist nicht in Lebensgefahr. Wir wünschen eine gute und schnelle Genesung.