Schwarz, stark, schnell: Marc Buchner, Startnummer "47", ist nicht zu unterschätzen. Er redet 2018 ernsthaft mit. Text: Anke Wieczorek, Foto: Dino Eisele

Marc Buchner ist der Man in Black, gern unterschätzt, aber immer da. In seinem dritten Supersport 600-Jahr will der Yamaha-Pilot aus Königswinter mit dem eigenem Rennsportteam die Kurve kriegen und den Titel ins Visier nehmen. Die Formkurve des 27-Jährigen und letztjährigen IDM-Vierten weist nach den ersten zwei Rennen eine steigende Tendenz auf.

Die Bilanz des IDM-Auftakts in Oschersleben: zwei Rennen, zwei zweite Plätze, 40 Meisterschaftspunkte, zweite Position in der Gesamtwertung. Vom Führenden Kevin Wahr trennt Buchner nur ein einziger Punkt. „Ein Sieg war in Oschersleben diesmal nicht drin“, sagt Buchner, der dort vor einem Jahr bei wechselnden Wetterbedingungen auf der Strecke mit nassen und trockenen Abschnitten gewonnen hatte. „Im ersten Rennen war ich mit Kevin Wahr bis zum Schluss in einen Zweikampf verwickelt, wodurch sich Max Enderlein an der Spitze absetzen konnte. Im zweiten Rennen war bis zur letzten Runde nicht klar, wer Erster wird.“

Wird Buchner der ewige Zweite? „Nein, ich bin deutlich schneller unterwegs als im Vorjahr und im Qualifying war ich jetzt auch besser als sonst.“ Tatsächlich ist Buchner ein bravouröser Start in die neue Saison gelungen. Bis zum nächsten Rennen in Zolder am 8. Juli 2018 vergeht noch viel Zeit. Buchner wird sie zum Motocross fahren nutzen, um im Drift-Modus zu bleiben. Und er nimmt am 31. Mai die Testmöglichkeit wahr, auf der belgischen Strecke vorab zu trainieren. Zum Monatsende ist sie einen Tag für die IDM-Piloten, die das 16. Lebensjahr absolviert haben, geöffnet. Für 299 Euro gibt es fünf Turns von je 20 Minuten.