IDM
Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft
IDM SSP: Twan Smits mit Podiumsplatz und Titel

IDM SSP: Twan Smits mit Podiumsplatz und Titel

Der Niederländer Twan Smits hat in Hockenheim auf Yamaha das Rennen um den IDM Supersport-Titel 2023 gewonnen. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Es waren 14 Punkte, die Twan Smits (Team Apreco) und Melvin van der Voort (Team SWPN) vor dem finalen Lauf in der Gesamtwertung trennten. Dass der IDM Supersport-Titel an einen der beiden Fahrer aus der Niederlande geht, war klar, aber nicht an wen. Am Ende stand Smits mit der Yamaha unter der Konfetti-Kanone.

Den besten Start erwischte Thomas Gradinger (Eder Racing). Danach führte Twan Smits das Rennen an. In der vierten Runde war Melvin van der Voort ganz vorne, um sich von der Verfolger-Gesellschaft abzusetzen. Smits war auf der dritten Position als er Besuch von Martin Vugrinec (//ART DREIER RACING TEAM) bekam. Der Kroate ist nicht nur schnell, sondern auch gerne ungestüm. Doch Smits konnte ihn nicht abschütteln. Schließlich ließ er ihn vorbei. Doch ganz so einfach war es nicht. Smits musste im Falle des Sieges von van der Voort mindestens Vierter werden, um nach dem Meisterpokal greifen zu können und auf diesem Platz war der Yamaha-Fahrer jetzt. Von hinten nahte jetzt aber unaufhaltsam Andreas Kofler (M32 Racing) und dem Österreicher war völlig egal, wer von den Niederländern Meister wird und wen er da als nächstes überholen würde. Das Punktepolster von Smits schien bald zu schmelzen. Was für Melvin van der Voort an der Spitze ein Elfmeter gewesen wäre, kam für seinen Gegner nicht in Betracht. Smits entschloss sich zur einzig richtigen Lösung: Er überholte Vugrinec und schob sich wieder auf den dritten Platz. In der allerletzten Runde drehte Smits sogar die schnellste Rennrunde überhaupt und nach 15 Runden über jeweils 3,692 Kilometer stand er als neuer IDM-Champion fest.

Van der Voort hatte sich an der Spitze des Feldes die Seele aus dem Leib gefahren, den fünften Saisonsieg geholt und damit soviel wie kein anderer, doch zum Titel hat es nicht gereicht. Fünf Punkte haben gefehlt. Gradinger zeigte auf dem zweiten Platz noch einmal alles, was in ihm steckt. Gastfahrer Kevin Wahr (Triumph emsland.de) war noch schneller als im ersten Rennen und Max Enderlein (M32 Racing) überlegt jetzt, ob er sein Team im kommenden Jahr auf Ducati fahren lässt, falls die Marke in die IDM einsteigt. Für Christoph Beinlich war das Hockenheim-Finale ein versöhnlicher Abschluss einer bitter-süßen Saison: in beiden Rennen gepunktet und Achter in der Gesamtwertung 2023. Till Belczykowski (LJ Racing ADAC Pfalz e.V.) Team landete mit seiner MV Agusta im Abseits.

IDM Supersport, 2. Lauf

1. Melvin VAN DER VOORT (NLD), Yamaha
2. Thomas GRADINGER (AUT), Yamaha
3. Twan SMITS (NLD), Yamaha
4. Martin VUGRINEC (CRO), Yamaha
5. Andreas KOFLER (AUT), Yamaha
6. Kevin WAHR (DEU), Triumph
7. Max ENDERLEIN (DEU), Ducati
8. Jonas KOCOUREK (CZE), Triumph
9. Luca GÖTTLICHER (DEU), Triumph
10.Christoph BEINLICH (DEU), Yamaha