IDM
Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft
IDM SBK: Titel oder Laufsieg für Soomer beim Finale?

IDM SBK: Titel oder Laufsieg für Soomer beim Finale?

Hannes Soomer aus Estland hat sich in der IDM Superbike einen Namen gemacht. Wie sieht er das Finale und wie geht es weiter? Wir haben ihn gefragt. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Die letzten zwei Wochen von Hannes Soomer hatten es in sich. Der 25-jährige Superbiker aus Tallin ist estnischer und baltischer Superbike-Meister geworden. Danach war er in Hockenheim testen. Anschließend bestritt er in Magny-Cours den zweiten Einsatz für das Petronas MIE Honda Team in der Superbike-Weltmeisterschaft und holte einen WM-Punkt. Soomer vertrat Eric Granado, der zum gleichen Termin wegen der MotoE nach Misano musste.
In der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) geht es vom 22. bis 24. September 2023 wieder zur Sache – zum letzten Mal in diesem Jahr. Soomer ist nach Deutschland gekommen, um im Team Enemat Enos Motorsport auf Honda den Titel in der Königsklasse Superbike zu holen. Wie ist die Lage vor dem großen Finale und was kommt danach? Wir haben bei Hannes Soomer nachgefragt, der momentan Gesamt-Vierter ist.

Du bist nach Deutschland gekommen, um den Titel zu gewinnen, hast Du gesagt. Wie ist jetzt der Plan?

Theoretisch bin ich immer noch im Kampf um die Meisterschaft, obwohl es sehr schwierig geworden ist. Sollte ein Sieg nicht möglich sein, besteht das Ziel darin, in der Meisterschaftswertung möglichst weit oben zu landen und beim letzten Rennen in Hockenheim ein Rennen zu gewinnen.

Die letzten beiden Veranstaltungen liefen nicht so gut, was ist passiert?
Es stimmt, dass wir an den Wochenenden in Spielberg und Assen nicht auf unseren Plätzen vom Beginn der Saison waren. Ein Grund dafür war die Verletzung an der Hand, die ich mir am Most-WSBK-Wochenende bei meinem ersten WM-Einsatz zugezogen hatte, sodass ich nicht auf meinem üblichen Niveau fuhr. Der Hand geht es jetzt gut, und in Hockenheim glaube ich, dass wir wieder an der Spitze kämpfen werden.

Wie fühlst du Dich in IDM nach einer Saison?
Sehr gut. Wie ich bereits zuvor gesagt habe, ist die Meisterschaft sowohl von der Organisation als auch vom Rennsport her sehr professionell. Ich habe dieses Jahr mit meinen Jungs sehr genossen. Ich ärgere mich ein bisschen über mich selbst über den Fehler in Most im Rennen 2 und die Fehler in Schleiz im Rennen 1. Ohne diese wäre ich im Kampf um den Titel mit Florian Alt viel näher dran, aber daran kann ich jetzt nichts ändern. Wir haben in unserem ersten IDM-Jahr immer noch großartige Arbeit geleistet, auf diesem Motorrad und als dieses Team. Ich bin glücklich und stolz auf unseren Einsatz.

Wie hoch sind die Chancen, dass wir Dich im Jahr 2024 wiedersehen?
Die Entscheidung werden wir nach der letzten Runde in Hockenheim treffen. Ich bin jetzt glücklich in dieser Meisterschaft und wir haben einen Plan, wie wir unser Paket verbessern können, um konstanter an der Spitze zu stehen, wenn wir nächstes Jahr mit demselben Team zurückkommen. Aber ich bin immer noch offen für andere Optionen und die endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen.