Jetzt ist auch der letzte Meisterpokal der Saison 2022 vergeben. Sattler/Schmidt haben den Sidecar-Titel verteidigt. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele

Josef Sattler oder Tim Reeves? Wer wird Meister? Diese Frage stellte sich beim Sidecar Festival in Oschersleben, bei dem die IDM Sidecar an diesem Wochenende in die letzte Saisonrunde fuhr.

Sattler reiste mit elf Punkten Vorsprung gegenüber dem britischen Multiweltmeister an, der gleich zu Beginn der Veranstaltung im Qualifying Pech hatte. Ein Ventilabriss legte den Yamaha-Motor im Adolf RS-Gespann lahm. Resultat: Startplatz acht und viel Arbeit in der Box.
Währenddessen hatte sich Pekka Päivärinta die Pole Position geholt. Sattler brachte die zweitschnellste Zeit zustande und auf dem dritten Platz thronte der Finne Juni Manninen, der seinen Vater Tero im Boot hatte, bei dem es sich um den Vizeweltmeister von 2005 handelt.

Die Finnen führte das erste Rennen kurz an, dann war Sattler an der Reihe. Wer Tim Reeves kennt, weiß auch, dass ihn ein achter Startplatz nicht einbremsen kann. Der Brite wirbelte wie ein Tornado durchs Feld, bis er an der Spitze war. Päivärinta war schon kurz nach dem Start rausgefahren, weil er sich mit den Reifen vertan hatte. Die Regenreifen waren zu diesem Zeitpunkt suboptimal. Er kehrte zwar ins Rennen zurück, hatte aber keine Chancen mehr und lenkte das Gespann nochmals vorzeitig an die Box. Weil es aber wieder anfing zu regnen und die Hotelkurve und die Schikane schon nass waren, wurde das Rennen in der sechsten Runde abgebrochen. Es gab nur halbe Punkte.

Auch im zweiten Rennen triumphierte Reeves. Doch dahinter hatte sich Sattler nach einem ausdauernden Zweikampf gegen Päivärinta durchgesetzt.
Damit war alles entschieden. Josef Sattler und sein Beifahrer Luca Schmidt haben den IDM-Titel verteidigt. Drei Punkte mehr auf der Liste zum Schluss im Vergleich zu den bonovo action-Teamkollegen Tim Reeves/Kevin Rousseau haben dazu geführt.

Dritte in der Gesamtwertung sind Pekka Päivärinta/Ilse de Haas. Max Zimmermann/Ronja Mahl zogen als Vierte noch an Peter Kimeswenger/Ondrej Sedlacek vorbei. Die österreichisch-tschechische Kombination fiel im Finale aus.