Dieses eine Mal muss es sein: Auf die IDM-Rennen auf dem Sachsenring will Moritz Jenkner keinesfalls verzichten. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele/IDM 2020

Eigentlich wollte Moritz Jenkner wegen Veränderungen in seinem Umfeld in diesem Jahr keine IDM-Rennen bestreiten, aber den Start vor der Haustür auf dem Sachsenring lässt sich der 19-jährige Hohenstein-Ernstthaler nicht nehmen. Jenkner hat sich als Gastfahrer in der Superstock 600-Klasse angemeldet. Die bisherige Cup-Klasse, in der er 2019 Gesamt-Fünfter wurde, erhielt 2020 eine Aufwertung. Sie trägt jetzt das IDM-Prädikat.

„Ich wohne dort, mein Teamchef Frank Peitz von PZmotorsport kommt aus der Region. Und es war immer mein größter Wunsch, ein IDM-Rennen auf dem Sachsenring zu fahren“, erklärt der Yamaha-Pilot. Der Aufwand hält sich in Grenzen: keine große An- und Abreise, überschaubare Kosten. „Aber es bleibt bei dieser einen Veranstaltung“, stellt Jenkner klar, der mit dem Fahrrad zehn Minuten bis zum Rennstrecke braucht.

Jenkner kennt die anspruchsvolle Berg- und Talbahn aus dem Eff-Eff. Im August hat er die letzten Runden auf dem Sachsenring gedreht. „Aber ich vermisse das Rennfahren und den Kampf mit Konkurrenten. In der IDM herrscht ein hohes Niveau. Wenn ich das Visier runtermache, zählt nur das Rennen, alles andere ist ausgeblendet.“

Die IDM Superstock 600 ist ins IDM Supersport 600-Fahrerfeld integriert. Die beiden Klassen sind äußerlich einfach zu unterscheiden. Die IDM Supersport 600-Piloten fahren mit blauen Startnummern auf weißem Grund, die IDM Superstock 600-Teilnehmer mit weißen Nummern auf blauem Grund. Moritz Jenkner wird demzufolge eine weiße Nummer haben. Meisterschaftspunkte erhält er als Gastfahrer aber nicht.