IDM
Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft
Cups in der IDM: Die Extra-Würze im Rahmenprogramm

Cups in der IDM: Die Extra-Würze im Rahmenprogramm

Was geht ab in den Cups, die regelmäßig im Rahmen der IDM stattfinden? Hier ist der aktuelle Stand der Dinge. Text: Anke Wieczorek

BMW MOTORRAD BOXERCUP: Das ist der Cup für Junge und Junggebliebene auf der BMW R nineT Racer. Bei Gaststarts saßen in diesem Jahr schon prominente Herren wie MOTORRAD-Comic-Zeichner Holger Aue und Ex-Superbiker Arie Vos. Der heute 43-jährige Niederländer hat auch lange nach seiner aktiven Rennfahrerkarriere nichts verlernt: Pole Position und Sieg in Zolder.
An der Spitze des BMW Motorrad BoxerCups, der von Fahrwerksspezialist Benny Wilbers inszeniert wird, findet ein Duell zwischen Christof „Fifty“ Höfer und Nate Kern statt. Ein 29-jähriger Gewinner des Suzuki GSX-R 1000 Cups von 2017 und jetzt als Instruktor, Coach, und Testfahrer agierender Deutscher gegen den 43-jährigen amerikanischen Publikumsliebling beim Glemseck 101. In den USA ist Kern prominent. Er hatte 2003 den Durchbruch beim ursprünglichen BMW Boxer Cup Daytona. Seitdem hat er mit neun verschiedenen BMW-Modellen Siege oder Podestplätze eingefahren! Kern ist ein Ami, wie er im Buche steht: lässig-locker und ein Haudegen, wenn es drauf ankommt. Er hat sogar schon seine Teilnahme für 2020 bestätigt. „Fifty“ führt den Cup nach sieben Rennen mit 156 Punkten vor Kern (130 Punkte) an. Vier Rennen stehen noch auf dem Plan.
Immer vorn dabei sind auch Marvin Jürgens (116 Punkte) und Harald Kitsch (88 Punkte), der vor etlichen Jahren Superbike-Rennen fuhr. Was den BMW Motorrad BoxerCup ausmacht, ist der Zusammenhalt zwischen den Fahrern, der einem Familientreffen gleicht. Für das große Finale in Hockenheim hat sich Ex-Grand-Prix-Pilot Jürgen Fuchs als Gastfahrer angemeldet.

Bálint Kovács heißt der Führende im SUZUKI GSX-R 1000 CUP. Hier ist traditionell immer viel Action angesagt. Gefahren wird mit der Suzuki GSX-R 1000 ab Baujahr 2017. Das Fahrerfeld erfreut sich bei Gaststartern hoher Beliebtheit. Dass es immer wieder Überraschungen gibt, zeigt die letzte Veranstaltung im tschechischen Most. Das erste Rennen fand im strömenden Regen statt. Kovács zeigte sich nach drei Siegen in Folge zunächst auch jetzt wieder in Bestform. Nach dem Start zum ersten Wet-Race der Saison übernahm jedoch Udo Reichmann die Führung. Der Sachse ging dann aber mit einem spektakulären Highsider zu Boden. Danny Märtz und Bálint Kovács konnten gerade noch ausweichen, Ungarn-Express Kovács verabschiedete zur Rennhälfte per Sturz aus dem Geschehen. So hatte Märtz freie Fahrt zu seinem ersten Sieg im GSX-R 1000 Cup. Dahinter kämpften mit Robert Conrads und Ludwig Plinke zwei Rookies um die Platzierungen und eroberten beide ihren ersten Podestplatz.
Nach dem zweiten Rennen war der Zieleinlauf genau wie der Stand in der Tabelle: Kovács (132 Punkte) vor Märtz (121), Marc Ruber (88), Reichmann (76) und Timo Kugler (69).

Aller gute Dinge sind Drei. Denn auch der TWIN CUP rollt an den Start. Mit Kawasaki, Suzuki und Yamaha sind drei Marken vertreten. Momentane Bilanz: Spitzenreiter Tim Holtz auf der Yamaha MT 07 hat nach sechs Siegen und einem zweiten Platz bereits 170 Punkte auf dem Konto. Er kann bei der vorletzten Cup-Runde im niederländischen Assen vom 6. bis 8. September 2019 theoretisch schon der neue Champion werden. Yamaha-Kollege Pascal Lenz hat 76 Punkte Rückstand in der Gesamtwertung. Er ist aber auch der einzige Fahrer, der es bisher geschafft hat, die Siegesserie von Holtz zu durchbrechen. Allerdings sind die beiden Kawasaki-Jungs Daniel Bergau und Thomas Deisenhofer auf der Z 650 eher die große Konkurrenz von Lenz, wenn es um die Podiumsplätze geht. Denn sie befinden sich nur sieben beziehungsweise elf Punkte hinter ihm. In der Gesamtwertung geht es also noch richtig zur Sache. Leider nicht mehr dabei ist Eva Stein, die schnelle Suzuki-Dame auf der SV 650 Gladius, die dank zweier Podiumsplätze derzeit noch auf dem fünften Rang im Gesamtklassement steht. Die Zweiradmechanikerin und Gesamt-Dritte von 2018 stürzte in Most schwer. Sie wurde mit einem Bruch eines Brustwirbels und einem weiteren angebrochenen Wirbel ins Krankenhaus geflogen. In Frankfurt wurde sie anschließend in einer Spezial-Klinik operiert. Inzwischen ist die 25-Jährige zu Hause in Rheinland-Pfalz.
Gleichzeitig stieg aber Markenkollege Kevin Mattfeld wie Phönix aus der Asche, der nach zwei Ausfällen und einem zehnten Platz plötzlich einen zweiten Platz eroberte. Für alle Cups geht es vom 6. bis 8. September 2019 in Assen (NL) in die nächste Runde.