Marc Moser kann schon wieder lachen. Nach dem freien Training war seine verletzte Hand zunächst angeschwollen. Text + Foto: Anke Wieczorek

An der Spitze mitkämpfen will er. Marc Moser, 25, ist nach einem Jahr Rennsport-Pause mit großen Plänen in die IDM Superbike 1000 gestartet. Doch die Saison begann für ihn mit einer Nullrunde und einer gebrochenen Hand. Der Hesse war auf dem Lausitzring nach einem Motordefekt per Highsider von seiner Yamaha gestürzt. Kein Grund für ihn zum Jammern.

Trotzdem reiste Moser mit gemischten Gefühlen in die Motorsport Arena Oschersleben, wo die IDM diese Woche im Rahmen der FIM Endurance-Weltmeisterschaft an den Start geht. „Ich versuche mein Bestes“, meinte er vor dem ersten Superbike-Turn. „Zwei Siege am Wochenende einzufahren und auf einen Schlag 50 Punkte zu haben, wäre natürlich ein Traum“, lachte er gut gelaunt. „Am Montag habe ich mir das Straßenmotorrad meines Vaters ausgeliehen und bin eine Runde gefahren. Das hat gut geklappt, auch ohne Schmerztabletten nehmen zu müssen. Auf der Rennstrecke zu fahren, ist natürlich etwas ganz anderes, allein schon die Belastung an der Hand.“

Gleich im ersten freien Training spulte Ex-FIM Superstock 1000-Pilot Moser satte 17 Runden ab, nur eine Runde weniger als die Renndistanz. „Es gibt ein paar Fahrwerksprobleme, weil ich mich nicht so neben das Motorrad hängen kann wie sonst“, erzählt der 25-Jährige. „Aber das kriegen wir in den Griff.“

Im ersten Qualifying wurde Moser Achter mit einem Rückstand von 1,681 Sekunden hinter Spitzenreiter Julian Puffe (alpha Racing-Van Zon-BMW). Als zweitschnellster Fahrer kam Ilya Mikhalchik auf die Zeitenliste, als Dritter Alessandro Polita (Honda).