IDM
Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft
IDM SSP: Luca Göttlicher ohne Weltmeister „Krummi“

IDM SSP: Luca Göttlicher ohne Weltmeister „Krummi“

Auf dem legendären Nürburgring dreht sich bei Kawasaki Weber alles nur um "Lucky Luc" Göttlicher. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Die zweite Supersport-Kawasaki im Team von Emil Weber bleibt bei der vorletzten IDM-Runde am ersten September-Wochenende verwaist. Die Hoffnung des Teamchefs lag auf einem Gaststart von Randy Krummenacher. Doch der Supersport-Weltmeister von 2019 bleibt zu Hause in seiner Wahlheimat Italien.

Seit der 16-jährige Rennfahrer Valentino Herrlich das Team Kawasaki Weber Racing vor zwei Wochen noch vor den Rennen in Assen verlassen hat, suchte Chef Emil Weber eine Koryphäe, die das doch sehr harzig verlaufende IDM-Projekt vorantreibt. Statt wieder einen Nachwuchsfahrer auf die frei gewordene Ninja ZX-6R zu setzen, hoffte Weber nun seinem Stammfahrer Luca Göttlicher einen Routinier zur Seite stellen zu können, an dem er sich orientieren kann.

Wirbelbruch knockte Krummenacher aus

Daraus wird nichts, zumindest nicht auf dem Nürburgring. Weber kontaktierte seinen Schweizer Eidgenossen Randy Krummenacher, doch der 35-jährige Supersport-Weltmeister sagte ab. „Wir waren im Gespräch, weil wir uns schon jahrelang kennen und Emil immer hinter mir stand und mich unterstützt hat. Der IDM-Einsatz wäre schon verlockend gewesen, aber ich bin verletzt und bekomme keine Freigabe“, erklärt der dreifache Familienvater.

Krummi ist 2025 in seine zweite komplette Saison in der Langstreckenweltmeisterschaft gestartet. Er fährt für das EWC-Team Tati AVA6 Racing auf einer Honda CBR 1000 RR-R. Im Training vor dem Acht-Stunden-Rennen von Spa stürzte der ehemalige Grand-Prix-Pilot schwer. Er brach sich den sechsten Rückenwirbel. Seit Anfang Juni befindet sich Krummenacher somit in einer langwierigen Genesungsphase.

„Wir konzentrieren uns auf dem Nürburgring zu 100 Prozent auf Luca“, so Weber, „zuletzt in Assen hat er das bisher beste Saisonergebnis eingefahren. Da geht mit Sicherheit noch mehr.“