Von Yamaha auf BMW - für Jan Mohr war es die richtige Entscheidung. Der erste Test in Cartagena gibt Anlass zur Hoffnung auf Mehr. Text: Anke Wieczorek; Foto: Jan Mohr, privat

Es ist die typische Rennfahrerkarriere, mit der so viele Erfolge beginnen. Cup-Jahre zum Lernen und dann der Aufstieg in die internationalen Klassen. Bei Jan Mohr ist es genauso. Er hat in der vergangenen Woche seinen 21. Geburtstag gefeiert und steht vor seiner zweiten Saison in der IDM Superbike 1000.

Seine Laufbahn nahm 2015 ihren Beginn im ADAC Junior Cup, gefolgt vom Yamaha R6-Dunlop-Cup, in dem ihm ein Sieg gelang. Bereits 2018 folgte der Schritt in die IDM Superbike. Im MPB-Racing-Team schaffte der Österreicher auf Yamaha drei Top Ten-Plätze. In der Gesamtwertung belegte der Psychologie-Student den 13. Platz.

2019 wird alles anders. Mohr ist ins Team BCC Heilbronn gewechselt und fährt jetzt eine BMW S 1000 RR. Er war am richtigen Tag an der richtigen Stelle. „Im Dezember durfte ich in Cartagena ein paar Runden auf der BMW meines neuen Teamchefs Andreas Gerlich drehen. Als ich wieder in die Box kam wusste ich nicht, ob ich jetzt lachen oder weinen soll.“ Mohr kam auf Anhieb blendend mit dem Bike zurecht, hatte nun aber ein Problem: wie sollte er dem Besitzer verklickern, dass er damit in der IDM Superbike 1000 fahren will? Nach vielen Grübeleien fiel die Entscheidung: Beide machen 2019 gemeinsame Sache.

Teamchef Andreas Gerlich berichtet: „Der Wechsel zu BMW kam sehr spontan, da das ganze Team nach dem Gewinn der Schweizer Meisterschaft 2018 mit Dominic Schmitter auf Suzuki eingestellt war. Doch nachdem uns Jan so überzeugt hatte, gab es für uns keine andere Antwort, als auf die BMW S 1000 RR zu wechseln. Nach dem ersten Diese Entscheidung erwies sich dann beim ersten Cartagena mit dem neuen Motorrad als richtig. Nach Änderungen an Elektronik, Geometrie und Fahrwerk sind wir auf Kurs und freuen uns auf die kommende Saison.“