Im Moment ist die Nummer "13" außer Gefecht, aber Helmut "Lingo" Lingen lässt sich nicht unterkriegen und plant schon für 2020. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele, Markus Perpeet

Der Unfall im Sidecar-Lauf am 11. August 2019 im tschechischen Most hat Helmut „Lingo“ Lingen aus der Bahn geworfen. Er wird noch Monate an seinem kaputten Bein zu knabbern haben, das Knie war vorher schon hinüber. Was ihn nicht daran hinderte, seine IDM-Mitstreiter bei der vorletzten Saisonrunde in Assen zu besuchen. Lingo saß im Rollstuhl am Bühnenrand und feierte die Sieger des Sidecar-Rennens während der Podiumszeremonie. Der IDM-Sechste aus der 1000 cm³-Klasse will so schnell wie möglich zurück auf die Rennstrecke und sagt: „Ich plane schon den Saisonbeginn 2020.“ Er rechnet fest mit seiner Beifahrerin Carolin Zimmermann, die in Most mit ihm verunglückte, aber ohne langwierige Verletzungen davonkam. „Ich sehe einer IDM-Langzeitbeziehung mit Caro entgegen.“

LCR F1-Suzuki-Fahrer Lingo hofft, seinen Heilungsprozess beschleunigen zu können. „Ich wollte extra keine Nägel für die Stabilisierung des Beines haben. Dann heilt es von alleine. Die Ärzte hatten ein längeres Programm geplant. Weil ich das nicht wollte, haben sie mir gesagt, dass ich bei meiner Version mit dem Fuß nicht auftreten darf. Ich habe ihnen versprochen, dass ich das schaffe.“ Am vergangenen Dienstag war er zur Zwischenuntersuchung. „Es sieht alles gut aus.“