Toni Finsterbusch holte im tschechischen Most zwei siebte Plätte, wirkte aber müde. Warum das so war, kam erst später heraus. Text: Anke Wieczorek; Foto: Suzuki Mayer/Schneider

Nach zwei Ausfällen in Schleiz macht Toni Finsterbusch derzeit drei Kreuze. Im tschechischen Most kam der 26-Jährige in der IDM Superbike 1000 am vergangenen Wochenende zwei Mal als Siebter ins Ziel. Und er ist weiterhin bester Suzuki-Fahrer in der Königsklasse. Der Leipziger vom Team Mayer Suzuki Achter im Gesamt-Championat. Dabei stand sein Einsatz im Nachbarland ernsthaft auf der Kippe.

Der Anfahrtsweg für Finsterbusch glich einem Katzensprung. «Über Chemnitz ins Erzgebirge und dann ist die Rennstrecke gleich da. Das letzte Rennen bin ich aber im Jahr 2007 gefahren. Damals noch im ADAC Junior Cup.»
Vom achten Startplatz aus nahm Finsterbusch das Rennen auf. Im Qualifying hatte es geregnet. Der Rennsonntag stand dann unter einem besseren Stern und die Sonne zeigte sich wieder. Durch seine berühmt-berüchtigten Blitzstarts machte er sofort einige Meter gut. Die siebten Plätze bei der Zielankunft waren nach der Schmach von Schleiz nun ein solides Ergebnis. Erst im Nachhinein kam heraus, dass Finsterbusch beinahe zu Hause hätte bleiben müssen. „Er hatte sich in den Tagen zuvor eine Lebensmittelvergiftung eingefangen“, berichtete Teamchef Thomas Mayer. „Es war nicht klar, ob Toni wirklich fährt, aber durch das verregnete Training konnte er die Kräfte ein bisschen schonen.“ Erst von Samstag auf Sonntag ging es Finsterbusch merklich besser.