„Spider“ Martin Vugrinec hat zugeschlagen und ist durchs Feld auf den dritten Platz gekrabbelt, während Max Enderlein an der Spitze triumphierte. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele

Max Enderlein (Freudenberg WorldSSP Team) hat seinen fünften Saisonsieg in der IDM Supersport in der Tasche. Der Yamaha R6-Fahrer gewann das erste IDM Supersport 600-Rennen im tschechischen Most vor seinen Markenkollegen Marc Buchner (Buchner Motorsport) und Martin Vugrinec (UNIOR Racing Team). Tom Toparis (Benro Racing), Enderleins größter Gegner im Kampf um die Meisterschaft, wurde Vierter.

Marc Buchner war von der Pole Position ins Rennen gegangen. Sein Ziel: „Konstant fahren. Als ich dann Zweiter hinter Max Enderlein war, wollte ich so gut wie möglich dran bleiben.“ Der zweite Platz ist das bisherige Saisonhighlight in diesem Jahr für Buchner. Sieger Enderlein hatte sich vom siebten Startplatz nach vorn gekämpft. „Der Kurs ist flüssig zu fahren, das kommt mir entgegen“, lächelte er verschmitzt. „Im freien Training hatte ich auch gute Zeiten und ich wusste, dass ich vorn dabei sein würde.“ Die Qualifyings am Samstag waren immer wieder von Regenschauern durchzogen gewesen und hatten zum Teil für eine ungewöhnliche Startaufstellung gesorgt.

Für die eigentliche Sensation sorgte jedoch „Spider“ Martin Vugrinec. Schon in der ersten Runde war er vom 18. Startplatz auf den vierten Rang vorgeprescht. Der Kroate legte ein Tempo vor, dass seinen Gegnern Hören und Sehen verging. In der allerletzten Runde krallte er sich auch noch Tom Toparis und schaffte somit den Schritt aufs Podium, auf das er wie eine Spinne krabbelte.

Für Toparis war es ungünstig gelaufen. Der Trainings-Zweite hatte das Feld nach dem Start angeführt, hing danach mit Enderlein und Buchner wie Kletten zusammen, und wurde dann doch nur Vierter. Dem Australier sitzt Vugrinec nun auch in der Meisterschaftswertung im Nacken. Luca Grünwald (Kawasaki Schnock Team Motorex) wurde Fünfter. Das bedeutet weitere elf Punkte für den Waldkraiburger, doch im Titelkampf spielt der Bayer wegen seiner langen Verletzungspause keine Rolle.

In der DMSB Superstock 600 Cup-Wertung waren die Yamaha-Fahrer Milan Merckelbagh (MGM Racing Performance), Stefan Ströhlein (Neumann Racing) und Tom Kohnen (DDB Racing) die Ersten.