Mikhalchik als Sieger, daneben Moser und Polita. Sie boten ein völlig neues Fotomotiv: Drei Fahrer aus drei Ländern auf drei Marken. Das gab es in dieser Form noch nicht. Text: Anke Wieczorek; Foto: Markus Perpeet

Des einen Freud, des anderen Leid. Ilya Mikhalchik (alpha Racing-Van Zon-BMW) hat das erste Rennen im Autodrom Most gewonnen und damit die Tabellenführung zurück erobert. Er verdrängte seinen Teamkollegen Julian Puffe von der Spitze in der Gesamtwertung. Der 23-Jährige aus der Rennstadt Schleiz stürzte, genau wie Polesetter Erwan Nigon (Kawasaki Weber-Motos Racing Team). Für Mikhalchik war die Rückkehr an die Spitze ein hartes Stück Arbeit, nachdem er zwei Mal in Führung liegend wegen technischer Probleme an der BMW S 1000 RR ausgefallen war. Allerdings ist er jetzt auch wieder der Gejagte.

Aus der vierten Startreihe fuhr Max Moser (MGM Racing Performance) auf den zweiten Platz nach vorn. „Wir hatten erst ein paar Probleme mit der Yamaha, aber sie sind inzwischen gelöst. Natürlich ist auch immer etwas Glück dabei, um aufs Podium zu kommen“, war Moser nach dem Rennen entspannt.

Dritter wurde Alessandro Polita (Holzhauer Racing Promotion). Für ihn war das ein Freudenfest. Der Italiener strahlte vor Glück über den Podiumserfolg mit der zugegebenermaßen nicht mehr ganz neuen Honda Fireblade. Er sprach über seinen Teamchef Jens Holzhauer als „Super-Boss“. Genau dieser wunderte sich aber über die Rundenzeiten seines Fahrers. „So prickelnd waren die nicht. Wir werden bis zum zweiten Lauf sehen, woran es liegt“, schaute er vielversprechend auf seinen USB-Stick mit den gesammelten Daten.

Auf dem vierten Platz kam Pepijn Bijsterbosch (Team Dutch Comfort Houses). Der Niederländer ist eine feste Bank in der IDM Superbike 1000, hat aber noch die 2018er-BMW S 1000 RR und er verwendet gelegentlich auch Teile von 2017.