The man in black is back. Fitness- und Ernährungsfreak Marc Buchner kämpft sich nach einer harzigen ersten Saisonhälfte wieder in Richtung Spitze zurück. Text: Anke Wieczorek; Foto: MPS/Dino Eisele

Das erste Qualifying fand je zur Hälfte auf trockener und nasser Strecke statt. Vor dem zweiten Zeittraining hatte es auch noch kurz wie aus Eimern geschüttet. Viele Fahrer sparten sich den weiteren Weg auf die Strecke. „Im Nassen kann ich meine Bestzeit aus dem ersten Training sowieso nicht verbessern“, begründete Gabriel Noderer (Kawasaki Weber-Motos) seine Entscheidung, „ich würde höchstens einen Sturz riskieren. Morgen soll es trocken sein. Das Hin und Her bringt nichts.“

Die Anzahl der Fahrer, die noch einmal ausrückten, war übersichtlich. Acht Motorräder rollten auf die Strecke, davon zwei aus der IDM Superstock 600 und sechs aus dem DMSB Superstock 600-Cup. Marco Fetz kam aus der ersten Runde nicht zurück: Kette gerissen. Als Einziger verbesserte Bastian Ubl (Yamaha) seine Zeit. Das war auch nötig, denn er hatte sich in der ersten Session nicht für das Rennen qualifiziert.

Die Startaufstellung verspricht Spannung. Marc Buchner (Buchner Motorsport) steht auf der Pole Position, daneben Tom Toparis (Benro Racing, Yamaha) und Luca Grünwald (Kawasaki Schnock Team Motorex), die grüne Kawasaki-Geheimwaffe. Die zweite Reihe eröffnet Gastfahrer Patrick Hobelsberger (Yamaha), gefolgt von Milan Merckelbagh (MGM Racing Performance), dem besten Superstock 600-Fahrer, und Max Enderlein (Freudenberg WorldSSP Academy, Yamaha). Für den Gesamtführenden des IDM Supersport 600-Championats ist das ein ungewohnter Platz, doch er sagt: „Alles gut. Wir sind für die beiden Rennen am Sonntag gut gerüstet.“

Und wo ist Stefan Ströhlein, der Titelfavorit im DMSB Superstock 600-Cup? Auf der neunten Position und damit direkt neben seinem Rivalen Jan Schmidt.

Sogar der Hohenstein-Ernstthaler Moritz Jenkner ist wieder dabei, wenn auch weiter hinten. Bei seinem Sturz auf dem Schleizer Dreieck vor zwei Wochen hatte er richtig Glück gehabt: An der Yamaha YZF-R6 war das Vorderrad herausgerissen. Jenkner kam mit starken Prellungen an den Füßen, Schürfwunden und Hämatomen relativ glimpflich davon. Dem Einsatzmotorrad wurde inzwischen der Rahmen aus der Trainingsmaschine eingepflanzt und auch alle weiteren Komponenten wurden wieder aufgebaut, so dass es jetzt in Most weitergehen kann. Durch den Sturz ist Jenkner vom dritten auf den sechsten Platz in der Gesamtwertung zurück gefallen.