Das Schleizer Dreieck gefällt Ilya Mikhalchik ausgesprochen gut. Der Ukrainer sicherte sich hier den fünften Saisonsieg. Text: Anke Wieczorek; Fotos: MPS/Dino Eisele

Der Titelverteidiger Ilya Mikhalchik hat seinen Punkterückstand zum IDM Superbike 1000-Führenden Julian Puffe auf 14 Zähler verkürzt. Der Ukrainer gewann den ersten Lauf des Wochenendes auf dem Schleizer Dreieck vor seinem Teamkollegen Puffe (beide alpha Racing-Van Zon-BMW).

Alle Augen waren zunächst auf den Lokalmatadoren Julian Puffe gerichtet. Der 23-jährige BMW-Pilot startete von der Pole Position. Wie von den Zuschauern auf den vollen Tribünen erhofft, schoss der Schleizer auch wie ein Pfeil vom Start weg. Er führte das Rennen zum größten Teil an, doch fünf Runden vor dem Schluss erfolgte der Angriff von Mikhalchik, der sofort eine Sekunde schneller fuhr. Puffe konnte nicht mehr kontern. Seine Taktik war nicht aufgegangen. „Im Mittelteil habe ich die Reifen geschont. Als Ilya vorbeikam, war die Sache gegessen. Mir waren überrundete Fahrer im Weg und ich konnte nichts mehr machen.“ Puffe war dennoch höchst zufrieden nach seinem misslungenen Start in Wochenende – mit einem Sturz im freien Training und einem geschwollenen Fuß.

Mikhalchik ließ sich mit 1,357 Sekunden Vorsprung als Sieger der IDM-Königsklasse feiern und war begeistert. „Die Leute haben mich auf der Strecke unterstützt, obwohl Julian aus Schleiz kommt.“

Als Dritter wurde Jan Bühn (EGS Moto Racing, BMW) abgewinkt, fix und fertig von den sommerlichen Temperaturen und den Zweikämpfen. „Ich glaube, das war das härteste Rennen meines Lebens. Aber überall sind Zuschauer und winken. Das ist eine starke Motivation.“
Bühn, Pepijn Bijsterbosch (Dutch Comfort Houses, BMW), Alessandro Polita (Holzhauer Racing Promotion, Honda), Toni Finsterbusch (Suzuki Mayer) und Marc Moser (MGM, Yamaha) hatten sich rundenlang beharkt. Moser war zuerst vom dritten Startplatz auf die achte Position zurückgefallen. Finsterbusch rollte vier Runden vor dem Schluss mit einem technischen Defekt an die Box: Die Schlauchschelle war kaputt. Alle Hersteller brachten mindestens einen Fahrer in die Top Ten, Kawasaki den Österreicher Stefan Kerschbaumer (Weber-Motos Racing) auf der einzigen ZX-10R.